Italien, ich komme wieder – Sehnsuchtsziele von Nord bis Süd


Castello Aragonese in Taranto mit einem alten Dreimaster davor

Lange ist es her, dass ich meine Liebe zu Italien entdeckt habe. Gleich auf meiner ersten Reise ins Bel Paese ist es passiert. Damals war ich mit meinen Eltern in Südtirol und sofort fasziniert vom mediterranen Flair inmitten der Berge. Doch wer jetzt denkt, die nördlichste Region des Landes hat doch mehr mit Tirol als mit Bella Italia gemeinsam, den kann ich beruhigen. Das, was das „richtige“ Italien ausmacht, lernte ich in diesem ersten Urlaub auf Ausflügen an den Gardasee, nach Verona und nach Venedig kennen. Und was soll ich sagen: Ich war begeistert.

Umso schmerzlicher ist für mich zu verfolgen, wie hart das Coronavirus die Italiener getroffen hat. Doch eins ist für mich klar: Ich komme wieder, sobald es geht. Solange träume ich von Dolce Vita und wunderschönen Sehnsuchtszielen von Nord bis Süd und nehme euch in diesem Beitrag mit an meine Lieblingsorte. Genauso geht es übrigens Barbara von Reisepsycho und Ilona von wandernd. Zusammen haben sie auf ihren Blogs zu einer Blogparade unter dem Motto „Italien, ich komme wieder“ aufgerufen, an der ich mit diesem Beitrag gerne teilnehme.

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Südtirol: Bergparadies mit mediterranem Flair

Malerische Dörfer und Städte mit südländischem Flair, Apfelplantagen soweit das Auge reicht und all das umrahmt von mächtigen Bergen – schon allein der Gedanke daran weckt die Sehnsucht in mir. Am liebsten würde ich sofort meine Wanderstiefel einpacken und mich aufmachen nach Südtirol. Gemütliche Spaziergänge über Waalwege wie dem Schenner Waalweg von der Taser-Talstation nach St. Georgen oder auf dem Marlinger Waalweg von Töll nach Lana würden auf dem Programm stehen. Dazu kämen ausgedehnten Touren in höhere Regionen in Meran und Umgebung wie die Almenrunde in Hafling. Fünf Dinge, die ich am Meraner Land so liebe, habe ich euch schon in einem früheren Beitrag vorgestellt. Dazu gehören natürlich auch die kulinarischen Highlights wie der Kaiserschmarrn auf der Alm oder italienische Leckereien.

Waal am Marlinger Waalweg
unterwegs auf dem Marlinger Waalweg
Wurzer Alm mit Tischen davor
Almenrunde: Rast auf der Wurzer Alm
Kaiserschmarrn mit Apfellmus in der Kirchsteigeralm
Meran 2000: Kaiserschmarrn auf der Kirchsteiger Alm

Wieviel auch andere Teile von Südtirol zu bieten haben, haben der Mann und ich zuletzt im Eisacktal entdeckt. Unsere Wanderung über den Keschtnweg führte uns zu einem der ältesten Klöster Tirols, dem Kloster Säben. Fasziniert waren wir von den Geislerspitzen, die fast zum Greifen nach vor uns lagen bei der Panorama-Wanderung im Villnößtal auf dem Adolf-Munkel-Weg. Gemütlicher – wenn auch nicht weniger beeindruckend – war ein kurzer Besuch auf der Seiser Alm, der größten Hochalm Europas. Viele Wandermöglichkeiten habe ich hier entdeckt – weswegen ich unbedingt wiederkommen muss. Und außerdem wäre hier der perfekte Ort, mir einen Traum zu erfüllen: einen Tandem-Gleitschirmflug.

Kloster Säben auf dem Heiligen Berg bei Klausen
Kloster Säben
Blick auf die Gschnagenhardt-Alm und die Geislerspitzen im Hintergrund
Gschnaggenhardt Alm vor den Geislerspitzen
Blick über das Hochplateau der Seiser Alm
Blick über die Seiser Alm

Meine Hoteltipps für Südtirol

Dorf TirolSchennaEisacktal
Wellnesshotel Sonnbichl
Familiengeführtes 4*S-Hotel, am Rand von Dorf Tirol in unmittelbarer Nähe zum Sessellift nach Meran gelegen, mit herrlichem Blick ins Vinschgau. Buchen kannst du entweder direkt im Hotel oder über diesen Link bei booking.com (*).
Hotel Sunnwies
Familiengeführtes 4*-Hotel, im Zentrum von Schenna gelegen, mit schönem Ausblick Richtung Dorf Tirol und Vinschgau. Buchen kannst du entweder direkt im Hotel oder über diesen Link bei booking.com (*).
Hotel Gnollhof
Familiengeführtes 4*-Hotel, einsam gelegen hoch über Gufidaun, mit traumhaften Ausblick ins Villnösstal und auf die Geislerspitzen. Buchen kannst du entweder direkt im Hotel oder über diesen Link bei booking.com (*).

Toskana: Für mich eine Liebe auf den zweiten Blick

Zugegeben – bei einem der Lieblingsreiseziele vieler Deutscher war es bei mir nur Liebe auf den zweiten Blick. Meine erste Reise in die Toskana habe ich nämlich als völlig verregnete Zeit in Erinnerung, die dadurch ganz besonders im Kontrast zu einer ersten sonnigen Urlaubswoche an der Blumenriviera stand. Eine zweite Chance musste also her. Und diese war tatsächlich ein voller Erfolg. Mit dem Mietwagen habe ich die Region zwischen Pisa, Lucca und bis hin nach San Gimignano ausführlich erkundet. Zusammen mit dem Mann habe ich gemütlich am Meer gesessen und einfach nur dem Treiben zugeschaut. Und wir haben die ausgezeichnete Küche in unserem Agrihotel genossen.

Landschaft in der Toskana
Blick über die toskanische Landschaft

Marina in der Toskana

Gässchen in Volterra
Gässchen im pittoresken Städtchen Volterra

Besonders angetan hat es uns übrigens das Städtchen Lucca. Gleich mehrere Ausflüge haben uns deshalb dorthin geführt. Gemütlich sind wir über die begehbare Stadtmauer geschlendert. Fasziniert haben wir von dort den Blick auf die herrlichen Palazzi und in deren Gärten gerichtet. Genauso begeistert sind wir aber auch durch die schmalen Gässchen gebummelt, haben uns in kleinen Geschäften umgesehen und zwischendurch einen Stopp im Café eingelegt. Absolut sehenswert ist in Lucca übrigens die Piazza dell’Anfiteatro, die von den Römern als Amphitheater angelegt wurde und in deren umliegenden Häusern sich heute viele Läden und Restaurants befinden.

Blick in den Gärten der Palazzi in Lucca
unterwegs auf der Stadtmauer von Lucca
schmale Straße in der Altstadt von Lucca
in der Altstadt von Lucca

Mein Hoteltipp für die Toskana

Agrihotel Elisabetta
Familiengeführtes Hotel, inmitten von Olivenhainen gelegen, mit ausgezeichneter Küche. Buchen kannst du entweder direkt im Hotel oder über diesen Link bei booking.com (*).

Pool am Agrihotel Elisabetta
Pool des Agrihotel Elisabetta in Cecina Mare

Apulien: Traumziel am Stiefelabsatz

Ein Zufall war es, der mich in diese traumhafte Region am südlichen Zipfel Italiens geführt hat. Beim Blättern durch einen Italien-Katalog bin ich nämlich an den Fotos eines Hotels hängen geblieben – und konnte nicht anders, als dort zu buchen. Was ich dann unter anderem in Apulien gefunden habe, sind hübsche Städtchen am Meer und im Hinterland, viele kulinarische Entdeckungen und wunderbar herzliche und gastfreundliche Menschen. Sehr gerne erinnere ich mich dabei an einen Besuch auf einem Weingut bei Brindisi, wo der Mann und ich von allen Anwesenden – Inhabern und anderen Käufern – bestens beraten wurden. Meine besonderen Highlights sind allerdings die Besuche in einem Strandlokal und auf dem Stadtfest von San Michele mit unseren apulischen Freunden.

Festschmuck des Ortes zum Patronatsfest in San Michele Salentino
beim Patronatsfest in San Michele Salentino

Unterwegs war ich auf den Spuren des Stauferkaisers Friedrich II. und habe mir sein mystisches Castel del Monte angesehen. Jedes Mal aufs Neue faszinieren mich in Apulien auch die typischen Trulli. Besonders viele dieser putzigen kegelförmigen Häuschen gibt es in Alberobello zu bestaunen. Immer wieder einen Ausflug wert ist für mich auch die weiße Stadt Ostuni. Am Meer haben es mir die pittoresken Städtchen Polignano a Mare und Monopoli angetan. Außerdem lohnt eine Fahrt über die Küstenstraße von Otranto bis zum südlichsten Zipfel des Salento in Santa Maria di Leuca mit ihrer traumhaften Aussicht. Wer zwischendurch ein wenig Abkühlung sucht, sollte dabei einen Abstecher in die Grotta Zinzulusa unternehmen.

Blick auf Castel del Monte in Apulien
mystisches Achteck: Castel del Monte
Brücke über die Straße in Ostuni
in der weißen Stadt Ostuni
Durchgang in Polignano a Mare
Durchgang in Polignano a Mare

Mein Hoteltipp für Apulien

Tenuta Moreno
4*-Hotel, gelegen inmitten von Olivenhainen, mit herrlicher Pool-Landschaft und toller Küche. Buchen kannst du entweder direkt im Hotel oder über diesen Link bei booking.com (*).

Italienische Orte und Regionen, die ich unbedingt noch entdecken will

„Italien, ich komme wieder“ heißt für mich, meine Lieblingsorte im Land immer mal wieder zu besuchen. Sehr gerne möchte ich dabei nach und nach auch die Orte, an denen ich früher mit meinen Eltern war, wiederentdecken. An der Riviera ist es das Städtchen Pietra Ligure, an der Adria sind es Gabicce Mare und Pesaro. Auch den Golf von Sorrent würde ich gerne mal wiedersehen und Rom bei Sonnenschein statt im Regen erkunden. Mein großer Traum ist es aber, Bella Italia einmal von Nord nach Süd an der westlichen Küste und in umgekehrter Richtung auf der anderen Küstenseite zu bereisen.

Als geborene Optimistin hoffe ich allerdings erst einmal, dass sich ein italienischer Reisetraum in diesem Jahr doch noch verwirklichen lässt. Seit vorigem Jahr gebucht ist für den Mann und mich nämlich eine zweiwöchige Reise nach Sizilien. Schon lange will ich diese Insel unbedingt mal kennenlernen. Und so soll unser Weg im Sommer eigentlich nach Taormina und Cefalù führen. Geplant sind ein Ausflug zum Ätna, eine Streetfood-Tour in Palermo und eine Tour auf die Liparischen Inseln. Mal sehen, ob dieser Wunsch wahr werden kann oder ob wir unsere Pläne verschieben müssen. Auch für die Menschen vor Ort hoffen wir in jedem Fall, dass Tourismus in diesem Jahr schon wieder möglich sein wird. Schließlich hängt daran bei vielen die Existenz.

Blick auf das Meer

Ich wünsche dir allzeit schöne Reiseerlebnisse

Warst du schon mal in Italien? Welche Region gefällt dir am besten? Schreib mir gerne deine Erlebnisse dort und weitere Tipps in den Kommentaren. Ich bin schon sehr gespannt.

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Südtirol, Toskana, Apulien – 3 traumhafte Regionen, die es zu entdecken lohnt. Und nicht nur wegen ihnen heißt es für mich: Italien, ich komme wieder. #Italien #Reiseziele #Reisetipps

Ich bin Martina und für mich zählen Reisen und kulinarische Genüsse zu den schönsten Dingen der Welt. Hier auf Places and Pleasure teile ich mit euch meine Erlebnisse und Erfahrungen rund ums Reisen. Außerdem erfahrt ihr gute Adressen und lernt leckere und interessante Produkte kennen.

2 KOMMENTARE

  1. Vielen lieben Dank für deinen Beitrag zur Blogparade!! :)
    ach ja, es gibt noch so viel zu sehen in Italien! Ich hab da auch noch ein paar Traumziele, v.a. das Lazio, Umbrien, die südliche Toskana. Und die Ostküste sind wir ja abgefahren, als wir nach Apulien sind. DA hätte ich gerne ein paar Abstecher und Stopps gemacht.
    Bald wieder, hoffentlich!

    Liebe Grüße,
    Ilona

    • Da hast du recht: Es gibt wirklich noch so viel zu sehen in Italien. Das Lazio und Umbrien stehen auch auf meiner Liste. Hoffen wir, dass wir ganz bald zu neuen Traumzielen in Bella Italia aufbrechen können.
      Liebe Grüße
      Martina

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