Alle Artikel in: Nordrhein-Westfalen

LWL-Industriemuseum - Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur, Glashütte Gernheim

Petershagen im Teutoburger Wald: Zwischen Glaskunst und Störchen

Es lohnt sich wirklich, auf Reisen immer mal wieder die üblichen Pfade zu verlassen. Interessante und manchmal auch außergewöhnliche Sehenswürdigkeiten warten oft gerade in den kleinen Städtchen und Dörfern darauf entdeckt zu werden. Feststellen konnte ich das in diesem Jahr bei meiner Reise in den Teutoburger Wald. Dort hatte mich schon die Gemeinde Hiddenhausen mit gleich zwei Highlights überrascht. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen vor dem Besuch in Petershagen – und wurden nicht enttäuscht. Was ich dort entdeckt habe, erzähle ich euch im Beitrag. Wo liegt Petershagen? Petershagen befindet sich im Teutoburger Wald, im nordöstlichen Teil von Nordrhein-Westfalen und gehört zum Kreis Minden-Lübbecke. Das Städtchen grenzt direkt an Niedersachsen und liegt idyllisch an der Weser. Zu seinen Hauptsehenswürdigkeiten zählen die zahlreichen Windmühlen und 26 Scheunen, die zum Teil aus dem 17. Jahrhundert stammen. In der Umgebung bieten Naturschutzgebiete vielen Tieren – darunter auch einige bedrohte Arten – einen idealen Lebensraum. Auch Störche fühlen sich in Teilen von Petershagen heimisch, was dem Städtchen den Beinamen Storchenhauptstadt Nordrhein-Westfalens einbrachte. Glashütte Gernheim: Von industrieller Glasproduktion zu Glaskunst Gut …

Blick vom Quellbecken der Dielenpader zum Dom

Teutoburger Wald: 9 Highlights, die du dir dort unbedingt ansehen solltest

Ich gebe es zu: Lange kannte ich den Teutoburger Wald nur von der Durchreise. Schließlich liegt die Region auf dem Weg zwischen dem Rheinland und Berlin – meiner alten und neuen Heimat sozusagen. Ganz gespannt war ich deshalb, als ich in diesem Jahr einen Teil davon näher kennenlernen konnte. Schnell musste ich allerdings feststellen, dass es dort so vieles zu entdecken gibt, dass die Auswahl des Reiseprogramms wirklich schwerfiel. Neun Highlights habe ich dir im Beitrag zusammengestellt: Wissenswertes zum Teutoburger Wald? Bis auf einen kleinen Abschnitt liegt der Teutoburger Wald in Nordrhein-Westfalen. Auf gut 105 Kilometer Länge reicht er von Hörstel im Tecklenburger Land bis Horn-Bad Meinberg. Bekannte Städte sind Bielefeld, Minden, Herford und Paderborn. Die waldreiche und bergige Region lädt zum Wandern auf einem der zahlreichen, zum Teil zertifizierten Wanderwege ein. Geschätzt wird der Teutoburger Wald aber auch für seine sieben Heilbäder, die heute neben den klassischen Kuraufenthalten auch Angebote im Bereich Wellness bereithalten. Namhafte Heilbäder sind hier zum Beispiel Bad Salzuflen, Bad Oeynhausen und Bad Driburg. 1. Einen Spaziergang im Paderquellgebiet machen Kurz …

Stein mit Aufschrift vor einem Paderquellbecken

Paderborn: Entspannter Spaziergang im Paderquellgebiet

Seit ich denken kann, bin ich sehr gerne in Städten am Wasser unterwegs. Ich finde, sie haben ein ganz besonderes Flair – egal ob sie an einem Fluss liegen oder am Meer. Begeistert hat mich deshalb zuletzt auch Paderborn. Denn dort zieht sich nicht bloß ein Wasserlauf durch die Innenstadt. Dadurch dass die Pader in der Stadt ihren Ursprung hat, warten zahlreiche Quellen darauf, entdeckt zu werden. Bei einem gemütlichen Spaziergang habe ich das Paderquellgebiet erkundet und nehme dich im Beitrag mit zu den Highlights. Wissenswertes rund um die Pader Mit einer Länge von gut vier Kilometern ist die Pader Deutschlands kürzester Fluss. Sie entspringt in über 200 Quellen im Stadtgebiet von Paderborn und fließt bei Schloss Neuhaus in die Lippe. Was man aufgrund ihrer Kürze wohl kaum vermutet – und tatsächlich vor Ort auch nicht unbedingt so wahrnimmt: Die Paderquellen gehören zu den wasserreichsten Quellen hierzulande. Stolze 5.000 Liter Wasser strömen dort in sechs Quellbecken pro Sekunde aus. Ihre Lage mitten in der Stadt macht sie damit zu einer Art Klimaanlage von Paderborn. Außerdem …

Gebäude der Museumsschule in Hiddenhausen

Auf Zeitreise im Teutoburger Wald: Museumsschule und Holzhandwerksmuseum in Hiddenhausen

Für ein paar Stunden in vergangene Zeiten eintauchen. Die Lebenswelten der vorigen Jahrhunderte erkunden. Nach meinem Besuch im Heinz Nixdorf Forum habe ich mich in der kleinen Gemeinde Hiddenhausen im Teutoburger Wald auf eine weitere Zeitreise begeben. Mehr als 150 Jahre zurück versetzt fühlen konnte ich mich dort bei meinem Besuch in der Museumsschule im Ortsteil Schweicheln. Sogar noch weiter in die Vergangenheit ging es auf meiner nächsten Station. Denn das Holzhandwerksmuseum ist in zwei Fachwerkscheunen aus den Jahren 1723 und 1742 untergebracht. Was es in den beiden Museen alles zu erleben und zu sehen gab, verrate ich dir im Beitrag. Museumsschule in Hiddenhausen: Mehr als nur Unterricht wie anno dazumal Kinderlachen schallt mir entgegen, als ich an der Museumsschule Hiddenhausen vorfahre. Gerade eben haben die Gäste eines Kindergeburtstags hier eine Schulstunde wie in der Mitte des 19. Jahrhunderts erlebt. Jetzt toben sie sich noch ein wenig auf dem Rasen vor dem hübschen Fachwerkhaus aus, in dem sich neben der Schulstube auch die Lehrerwohnung und die Deele mit Kuhstall befinden. Recht eng ging es damals …

Wand mit Computerspielen im HNF in Paderborn

Heinz Nixdorf Museumsforum in Paderborn: Zu Besuch im weltgrößten Computermuseum (plus Sonderausstellung zur Raumfahrt)

Zugegeben: In Sachen Computer bin ich weniger Profi, sondern eher gehobene Anwenderin. Auf jeden Fall bin ich aber ein Riesenfan von Erlebnismuseen. Hoch waren deshalb auch meine Erwartungen an das Heinz Nixdorf Museumsforum in Paderborn. Und sie wurden bei meiner Zeitreise durch 5000 Jahre Informationsgeschichte vollkommen erfüllt. Im Artikel nehme ich dich mit auf meinen Rundgang durch das mit 6.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche weltgrößte Computermuseum. Wer war Heinz Nixdorf? Gewidmet ist das Heinz Nixdorf Museumsforum – kurz auch HNF genannt, dem deutschen Unternehmer und Computerpionier Heinz Nixdorf. Mit der Nixdorf Computer AG hatte er eine damalige Marktlücke erkannt und auf kleinere Computer gesetzt, als die Wettbewerber vor allem noch Großrechner produzierten. Schon früh war er überzeugt, dass die Menschen durch moderne Informationstechnologie eine bessere Zukunft vor sich haben. Bekannt war der Unternehmer auch für seine Motivation, Arbeitsplätze zu schaffen und die soziale Einstellung gegenüber seinen Mitarbeitern. Zu seinen erfolgreichsten Zeiten arbeiteten im Unternehmen weit über 20.000 Beschäftigte. Erste Ideen zum Aufbau eines Computermuseums stammen ebenfalls von Heinz Nixdorf. Ihren Ursprung hatten sie beim 25jährigen Firmenjubiläum, als …

Blick über die dörfliche Idylle von Hallenberg im Sauerland mit ihren Fachwerkhäusern und Bäumen.

Sauerland-Seelenorte – der perfekte Dreiklang aus Kultur, Natur und dörflicher Idylle

Dörfer mit hübschen Fachwerkhäusern, den Biggesee, saftige Wiesen und vor allem große Waldgebiete – beim Stichwort Sauerland erscheint gleich dieses Bild vor meinem inneren Auge. Denn tatsächlich war ich als Kind ab und an zu Besuch in dieser idyllischen Region. Immerhin zählt es für viele Menschen aus Köln und dem Umland zu den absolut lohnenden Naherholungsgebieten für den Wochenendausflug. Gespannt war ich nun, was ich auf meiner Reise von den Erinnerungen aus Kindertagen wiederentdecken würde. Gerne möchte ich euch auf diese Entdeckungstour zu den Sauerland-Seelenorten mitnehmen. Die Sauerland Seelenorte Vielleicht kennst du sie ja selbst: Orte, die dich inspirieren. An denen du Kraft schöpfst. Die dich einfach nur glücklich machen. Ganz besondere Orte – oder eben Seelenorte. Die Sauerland-Wanderdörfer haben die Menschen aus der Region nach genau solchen Plätzen gefragt. Ausgewählt haben sie schließlich 43 Sauerland-Seelenorte, die die Vielfalt von Kultur und Natur dort zeigen. Neben Bergkuppen zählen dazu Wälder, Kirchen oder auch Wege. Verteilt über das gesamte Sauerland bieten sie Gästen und Einheimischen Raum für außergewöhnliche Erlebnisse. Besonders intensiv lassen sich diese Orte bei …

Erklärtafel am Weinberg

Reise vor die Haustür: Marienfeld im Rhein-Erft-Kreis – Felder mit Geschichte

Der Rhein-Erft-Kreis – das heißt für mich „Back to the roots“. Denn dort am westlichen Stadtrand von Köln bin ich aufgewachsen. Dort habe ich bis vor elf Jahren gelebt. Und dort fühle ich mich immer noch zu Hause. Deshalb führt mich meine Reise vor die Haustür im Rahmen der Blogparade von 1 THING TO DO, dem Blog von John und Marc, zurück in meine Heimatregion. Mitnehmen möchte ich auf das Marienfeld, ein großes Ackergelände, das auf dem ehemaligen Braunkohletagebau Frechen entstanden ist. Die Welt zu Gast auf dem Marienfeld im Rhein-Erft-Kreis Vielleicht fragt ihr euch, was am Marienfeld im Rhein-Erft-Kreis so besonders sein soll? Wenn du jetzt die Fotos siehst oder sogar vor Ort bist und zwischen den Feldern oder zum See spazieren gehst, kannst du es dir heute kaum vorstellen: Aber im Jahr 2005 tummelten sich genau dort 1,2 Millionen Menschen aus aller Welt. Denn damals fand auf dem Marienfeld der Abschluss des Weltjugendtags statt. Den ganzen Tag über zogen junge Leute aus vielen Ländern Europas, aus Nord- und Südamerika, aus Asien und Afrika …