Blick auf die weihnachtlich dekorierten Kähne im Großen Spreewaldhafen in Lübbenau

Spreewaldweihnacht – eine Winterkahnfahrt und zwei Weihnachtsmärkte erleben


Werbung|Bloggerreise Blick auf die weihnachtlich dekorierten Kähne im Großen Spreewaldhafen in Lübbenau
Spreewaldweihnacht – wer den Spreewald mit seinen idyllischen Fließen und der herrlichen Natur kennt, der ahnt es schon: Im Städtchen Lübbenau und im Spreewalddorf Lehde erwartet die Gäste in der Adventszeit ein ganz besonderes Erlebnis. Gleich auf zwei Weihnachtsmärkten gibt es Schönes zu entdecken. Und wie sollte es in der Region anders sein: Eine Winterkahnfahrt gehört selbstverständlich zur Spreewaldweihnacht auch dazu.

Hafenweihnacht im Großen Spreewaldhafen in Lübbenau

Los geht das Weihnachtserlebnis mit dem Budenzauber der Hafenweihnacht in Lübbenau. Was uns besonders gut gefällt, ist das regionale Angebot. Dazu gehört natürlich der Klassiker: die Spreewaldgurken. Aber auch Leckereien wie Meerrettich, Senf und Honig oder schöne Töpfereien und Handgearbeitetes aus Wolle machen Lust auf einen Einkauf. Wie gut, dass wir eine große Tasche für mögliche Einkäufe dabei hatten.

Buden auf dem Weihnachtsmarkt im Großen Spreewaldhafen in Lübbenau
Budenzauber im Großen Hafen von Lübbenau

Hungrig und durstig muss bei der Hafenweihnachtnacht natürlich auch niemand bleiben. Wer sich vor der winterlichen Kahnfahrt oder danach stärken möchte, hat die Qual der Wahl. Ob heißer Glühwein, alkoholfreier Punsch, eine Bratwurst, Räucherfisch oder Weihnachtsplinsen – für jeden Geschmack ist etwas dabei. Wir haben gerne zum Abschluss noch mal die Gelegenheit genutzt und uns vor der Heimfahrt mit der Bahn bei einem leckeren Glühwein aufzuwärmen.

Ein zusätzliches Highlight der Hafenweihnacht waren für uns übrigens zwei Alpakas. In ihrem Gatter waren sie ein Magnet für viele Besucher. Wer hier wen bestaunte, war allerdings nicht ganz klar. Dieser intensive Blick aus großen dunklen mit langen Wimpern umrahmten Augen schien jedenfalls sehr interessiert. Zutraulich waren die beiden auch. Da habe ich doch gerne die Gelegenheit genutzt und eines am Hals gekrault. Einfach herrlich, dieses unsagbar weiche Fell!

Alpakas auf dem Weihnachtsmarkt im Großen Spreewaldhafen von Lübbenau

Kahnfahrt von einem Weihnachtsmarkt zum anderen

Reges Treiben herrscht während der ganzen Zeit an der Ablegestelle der Spreewaldkähne. Viele der Kähne sind weihnachtlich dekoriert. Die meisten der Fährleute tragen Nikolausmützen. Im Pendelverkehr bringen sie die vielen Gäste von der Hafenweihnacht in Lübbenau zum Freilandmuseum in Lehde und wieder zurück. Auf einigen der Kähne verkürzen kleine Wichtel, die sogenannten Lutken, die Fahrzeit mit ihren Geschichten über die Sagen aus dem Spreewald.

Spreewaldkahn für die winterliche Kahnfahrt zum Weihnachtsmarkt Lehde
Blick auf Lübbenau und den Großen Spreewaldhafen

Auf unserer Fahrt war leider keiner der Spreewaldwichtel an Bord. Dafür hat uns die Fährfrau auf die Besonderheiten rechts und links des Weges aufmerksam gemacht. Während wir gemächlich Richtung Lehde über die Fließe dahingleiten, sehen wir Nagespuren der heimischen Biber, die typischen Heuhaufen und hübsche Spreewaldhäuschen. Wir erfahren, dass viele Häuser des Dörfchens Lehde nur per Kahn zu erreichen sind. Sogar die Post kommt hier übers Wasser. Und wir genießen die herrliche Natur, die bei so einer Winterkahnfahrt ganz andere Einblicke gewährt als im Sommer.

Häuser an den Fließen im Spreewald
Spreewaldhäuser in Lehde und für den Spreewald typische Heuhafen
Blick in die winterliche Natur bei der Winterkahnfahrt durch den Spreewald
Haus mit Gurkenfass im Spreewald

Wem jetzt bei dem Gedanken an winterliche Kahnfahrten schon fröstelt, den kann ich beruhigen. Kuschelige Wolldecken halten während der Fahrt schön warm. Und heiße Getränke wie Glühwein, alkoholfreier Punsch und Tee wärmen von innen. Viel zu schnell vergeht so die Fahrt von Lübbenau nach Lehde. Aber zum Glück wartet dort schon das nächste Erlebnis auf uns.

Weihnachten, wie es früher war im Freilandmuseum Lehde

„Weihnachten wie’s früher war“ heißt der Weihnachtsmarkt im Freilandmuseum Lehde. In den historischen Bauernhäusern zeigt die Spreewaldweihnacht die Weihnachtsvorbereitungen der Bauern von vor mehr als hundert Jahren. Neben verschiedenen Handarbeiten gehört traditionell die Spintestube dazu. Wie ich zuletzt schon auf einer anderen Tour in den Spreewald erfahren habe, tauschen die Frauen des Dorfes dabei während des Spinnens ihre Geschichten aus. Im Freigelände und in anderen Stuben führen Handwerker ihr Gewerk vor. Interessiert zugesehen haben wir zum Beispiel einem Korbflechter und dem Schmied.

weihnachtlich geschmücktes historisches Bauernhaus im Freiluftmuseum Lehde
weihnachtlich dekoriertes Bauernhaus in Lehde
Handwerker auf dem Weihnachtsmarkt im Freiluftmuseum Lehde

Kulinarisch hat der Weihnachtsmarkt in Lehde einiges zu bieten. Mal etwas anderen – und genau das Richtige bei winterlichen Temperaturen – war die leckere Soljanka, die wir an einem Stand entdeckt haben. Aber auch regionale Leckereien für Zuhause gibt es reichlich: von weniger süßen Dominosteinen der Bäckerin aus Lehde über frisch geräucherte Wurst aus Lübbenau bis hin zu feinem Stollen aus Luckau. Wir konnten da nicht widerstehen und haben uns reichlich eingedeckt.

Weihnachtsmarkt im Freiluftmuseum Lehde
Buden mit kulinarischen Leckereien auf dem Weihnachtsmarkt in Lehde
Soljanka auf dem Weihnachtsmarkt im Freiluftmuseum Lehde

Auf dem Rückweg zur Kahnanlegestelle sind wir dann noch dem Bescherkind begegnet. Denn sagenhaft geht es bei der historischen Weihnacht im Freiluftmuseum natürlich auch zu. Traditionell geht das Bescherkind durch das Dorf und verteilt Äpfel, Nüsse und Lebkuchen. Begleitet wird es dabei von in Wintertracht gekleideten Helferinnen. Mit seiner Lebensrute streicht es den Menschen über die Wange und schlägt leicht auf ihre Schulter. Den sorbischen Überlieferungen zufolge soll dies Glück und Gesundheit für das kommende Jahr bescheren.

Bescherkind auf dem Weihnachtsmarkt im Freiluftmuseum Lehde
Märchenzelt bei der Spreewaldweihnacht

Den Spreewald im Winter erleben

Ein Besuch im Spreewald lohnt sich übrigens im Winter auch nach den beiden Wochenenden der Spreewaldweihnacht. Immer ein schönes Erlebnis ist die Winterkahnfahrt. Schon bei der winterlichen Bloggerreise habe ich die Fahrt durch die um diese Jahreszeit besonders ruhige Natur sehr genossen. Und obwohl ich normalerweise schnell friere, fand ich es eingehüllt in die molligen Decken und mit einem Heißgetränk wirklich angenehm und hätte mich am liebsten noch viel länger über die Fließe fahren lassen.

Winterkahnfahrt im Spreewald

Immer etwas zu erleben gibt es auch im Freilandmuseum Lehde und im Spreewaldmuseum in Lübbenau. Zwei Themen machen mich schon ganz neugierig: „Frau Bürgermeisterin geht shoppen“ und „Stadtfein – Feierabend anno 1900“. Gerne ansehen würde ich mir aber auch die Ostereiermesse. Denn dabei zeigen sorbische Künstler, wie sie die für die Region typischen Ostereier in ihren traditionellen Techniken bemalen und verzieren. Kulinarische Spezialitäten gibt es dazu dann auch.

Brücke im Freiluftmuseum Lehde

Serviceinfo zur Spreewaldweihnacht

Termine und Preise
Die Spreewaldweihnacht findet statt am 1. und 2. Adventswochenende. Geöffnet haben die Buden der Hafenweihnacht in Lübbenau ab 10 Uhr morgens. Um 10.30 Uhr beginnt der Pendelverkehr mit den Kähnen nach Lehde. Die letzte Fahrt vom Großen Spreewaldhafen in Lübbenau startet um 15 Uhr. Zurück von Lehde fährt der letzte Kahn um 17 Uhr. Oder du schließt dich für den Rückweg ab 17.30 Uhr der Fackelwanderung an.

Der Besuch der Hafenweihnacht ist kostenlos. Für die Winterkahnfahrt und den Besuch des Weihnachtsmarktes in Lehde wird ein Kombiticket angeboten. Der Preis beträgt im Vorverkauf 13 Euro für Erwachsene, 7 Euro für Kinder oder 30 Euro für das Familienticket. An der Tageskasse zahlst du 15 Euro als Erwachsener, 8 Euro als Kind oder 35 Euro als Familie. Im Kombiticket ist die Fackelwanderung enthalten. Ansonsten kostet die Teilnahme für Erwachsene 2 Euro, Kinder Zahlen nichts. Wenn du zu Fuß nach Lehde läufst, kommst du für 6 Euro als Erwachsener, 1 Euro als Kind oder 12 Euro als Familie ins Freilandmuseum zu „Weihnachten wie es früher war“. (Preise Stand 2018)

Anreise
Mit dem Auto fährst du über die A13 oder die A15 bis zur Ausfahrt Lübbenau/Spreewald. Von dort folgst du der Beschilderung. Parkplätze findest du an der Poststraße oder der Dammstraße in Lübbenau.

Aus Berlin oder Cottbus fährt der RE2 bis Lübbenau. Ebenfalls aus Berlin und aus Senftenberg kannst du mit der RB19 anreisen. Vom Bahnhof Lübbenau erreichst du den Großen Spreewaldhafen zu Fuß in etwa 15 Minuten.

Ich wünsche dir allzeit schöne Reiseerlebnisse

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Warst du schon mal im Advent im Spreewald? Vielleicht sogar zur Spreewaldweihnacht? Was gefällt dir dort besonders gut? Ich freue mich auf deine Erlebnisse und Empfehlungen in den Kommentaren.

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Zur Spreewaldweihnacht war ich mit Unterstützung des Tourismusverbands Spreewald und dem Großen Hafen Lübbenau unterwegs. Vielen Dank für die Einladung und das interessante Erlebnis.

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(Werbung/Bloggerreise) Mit dem Kahn zum Weihnachtsmarkt, das gibt es nur zur Spreewaldweihnacht. Mehr zum Erlebnis erfährst du bei mir im Blog. #Spreewald #Weihnachtsmarkt #Reisetipp

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