Cottbus erleben – 5 Dinge, die du dort unbedingt machen solltest


Blick vom Spremberger Turm über die Cottbuser Altstadt
(Werbung – Pressereise) Nicht nur gefühlt ist es ewig her, dass ich schon mal in Cottbus war. Und das, obwohl es von Berlin eigentlich nur ein Katzensprung dorthin ist. Mit dem Zug eine gute Stunde und man ist schon dort. Aber vielleicht kennst du so etwas ja auch: Was man – zumindest theoretisch – ganz leicht und schnell machen könnte, braucht dann doch einen konkreten Anlass. Für meinen Besuch in Cottbus war das die Einladung der CMT Cottbus. Und um es gleich vorwegzunehmen: Von dem, was ich an einem Tag in Cottbus erleben konnte, war ich sehr angetan. Was du dir in der Stadt unbedingt anschauen solltest, erzähle ich dir in meinem Beitrag.

Cottbus erleben bei einem Altstadtrundgang

Sehr gerne erkunde ich eine Stadt zu Fuß. Ich finde, die kleinen und großen Besonderheiten lassen sich auf diese Weise am besten entdecken. Und genauso war es auch in Cottbus. Ein erstes Highlight auf diesem Altstadtrundgang war die Klosterkirche mit ihrem schönen Innenraum. Neben der Sauer-Orgel gibt es dort einen hölzernen Altar und eine Kanzel aus dem Jahr 1617 zu bestaunen, beides aus farbig gefasstem Holz. Und was ich noch nie gesehen hatte: Die Rückenlehnen der Bänke lassen sich in ihrer Richtung verändern. So können die Gläubigen im Bereich zwischen Altar und Kanzel ihre Sitzrichtung verändern und dem Pastor bei der Predigt im Blick behalten.

Blick auf das Äußere der Klosterkirche in Cottbus
Blick auf den Altar der Klosterkirche in Cottbus
Orgel in der Klosterkirche von Cottbus

Neben der Klosterkirche liegt idyllisch der Klosterplatz mit seinen alten Bäumen. Direkt daran schließt sich die Stadtmauer an, die dort unter anderem auch die Rückwand der Jugendherberge bildet. Mit dem Klosterkeller integriert sich ebenfalls ein gutes Restaurant in die Stadtmauer. Einzigartig ist es damit dennoch nicht. Denn an anderer Stelle – beim Stadttor – ist auch der Stadtwächter, ein gutes Schnitzelrestaurant, in der Cottbuser Stadtmauer zuhause.

der Klosterplatz in Cottbus mit altem Baumbestand und der Jugendherberge
Blick auf die Rückseite der Jugendherberge in der Cottbuser Stadtmauer
Stadttor in Cottbus mit dem Restaurant Stadtwächter daneben

Zu entdecken gibt es beim Rundgang durch Cottbus aber noch viel mehr. Gleich in unmittelbarer Nähe des Stadttors steht die Plastik des Cottbuser Postkutschers. Du weißt schon: der vom Zungenbrecher „der Cottbuser Postkutscher putzt den Cottbuser Postkutschkasten. Ebenfalls nicht weit entfernt findest du ein Beispiel schöner Streetart und als Wahrzeichen der Stadt Fürst Hermann von Pückler auf einem stählernen Hirsch. Und auf dem Weg zum Spremberger Turm kommst du an der Synagoge vorbei. Seit dem 9. November 2015 gehört sie wieder der jüdischen Gemeinde und wird als Gotteshaus genutzt.

Blick auf die Synagoge in Cottbus und die Plastik des Cottbuser Postkutschers
Streetart in Cottbus
Fürst Pückler auf dem weißen Hirsch als Aufsteller in der Cottbuser Innenstadt

Auf den Spremberger Turm steigen

Nachdem du Cottbus zu Fuß erkundet und dir einen ersten Eindruck verschafft hast, solltest du einen Blick von oben auf die Stadt werfen. Einen sehr guten Ausblick genießt du, wenn du die 131 Stufen auf den Spremberger Turm hinaufsteigst. Von dort oben entdeckst du nicht nur schöne alte Stadtvillen und viel Grün in der Innenstadt. Bei gutem Wetter reicht dein Blick sogar bis in die weitere Umgebung.
Der Aufstieg auf den Spremberger Turm lässt sich übrigens sehr gut bewältigen. Im Treppenaufgang kannst du dir auch Zeit nehmen, um die Ausstellung zu bewundern. Als ich dort war, zeigte der Betreiberverein alte Aufnahmen des Turms. Interessant zu sehen war außerdem der Einblick ins Uhrwerk und die Pendel der Turmuhr. Nicht schrecken lassen solltest du dich aber, wenn die Uhr wie bei meinem Aufstieg schlägt. Laut wird es dann nur ganz kurz.

Spremberger Turm in Cottbus und Blick vom Turm in die Spremberger Straße
Blick über alte Villen in der Innenstadt von Cottbus
Treppe und Pendel im Spremberger Turm in Cottbus
Blick auf das Uhrgehäuse im Spremberger Turm

Zwei kleine Anekdoten zum Spremberger Turm habe ich dort noch ganz nebenbei erfahren: So weht bei Heimspielen von Energie Cottbus die Vereinsflagge auf dem Turm. Und nur 8 Personen dürfen diesen gleichzeitig besteigen. Grund hierfür ist, dass der Rettungskorb der Feuerwehr für diese Anzahl ausgelegt ist. Im Falle eines Brandes – und der dann nötigen Rettung – kannst du also davon ausgehen, dass du einen Platz darin sicher hast.

Im Brandenburgischen Apothekenmuseum Geschichte schnuppern

Bevor es dich dann weiter in die Natur und die herrlichen Parks von Cottbus zieht, solltest du über den schönen Altmarkt bummeln. Dort gibt es nicht nur eine Bronzeplastik der Altstadt von Cottbus anzusehen. Vor allem wartet noch ein absolutes Highlight auf dich: das Brandenburgische Apothekenmuseum am Altmarkt.

Blick über den Altmarkt und auf den Brunnen in Cottbus
Bronze-Model der Cottbuser Altstadt auf dem Altmarkt
Blick über Häuser am Altmarkt in Cottbus

Im Apothekenmuseum entdeckst du Arbeitsräume von Apotheken aus verschiedenen Epochen wie zum Beispiel aus der Löwen-Apotheke in Cottbus oder der Adler-Apotheke in Peitz. Auch ein Offizin – so wird der Arbeitsraum genannt – einer DDR-Apotheke ist dort ausgestellt. Wie ich mir habe sagen lassen, verbreitet dieser Raum immer noch den damals typischen Geruch. Die darin präsentierten Arzneimittel werden häufig auch für Filmproduktionen entliehen und hatten unter anderem ihren Auftritt in „Das Leben der Anderen“.

Offizin der alten Peitzer Apotheke im Brandenburgischen Apothekenmuseum
Kräuter ausgelegt in einem alten Offizin im Apothekenmuseum in Cottbus
alte Apothekeneinrichtung im Apothekenmuseum in Cottbus
Arbeitsraum einer Apotheke in der DDR ausgestellt im Brandenburgischen Apothekenmuseum

Neben den Offizin siehst du im Brandenburgischen Apothekenmuseum auch ein Galenisches Labor und eine Gift- und Kräuterkammer. Kräuter kannst du außerdem im Innenhof des Museums bewundern. Die Erklärungen dazu bekommst du bei der Führung übrigens mit viel Herzblut und Sachkunde von den Mitarbeiterinnen präsentiert. Und auch auf deine eigenen Fragen und Interessen gehen sie dabei gerne und intensiv ein.

Galenisches Labor im Brandenburgischen Apothekenmuseum in Cottbus
Wandbild im Innenhof des Brandenburgischen Apothekenmuseums in Cottbus
Giftschrank im Brandenburgischen Apothekenmuseum in Cottbus
Innenhof des Brandenburgischen Apothekenmuseums mit Brunnen und Giftschrank im Apothekenmuseum
Kräuter im Innenhof des Apothekenmuseums in Cottbus

Zusätzlich zur Dauerausstellung zeigt das Apothekenmuseum in Cottbus außerdem jährlich wechselnde Sonderausstellungen. Ich habe mir dort die „Besonderen Marken des 20. Jahrhunderts“ angeschaut und habe Neues entdeckt und Bekanntes wiederentdeckt. Überrascht war ich zum Beispiel, dass es Spalt immer noch gibt. Anders als in Kindertagen habe ich dazu nämlich lange keine Werbung mehr wahrgenommen.

Vitrinen der Wechselausstellung im Brandenburgischen Apothekenmuseum

Durch den Park Branitz bummeln und Fürst-Pückler-Halbgefrorenes im Parkcafé essen

Wenn du nach Stadtbummel und Museumsbesuch hungrig geworden bist, ist eine Cottbuser Spezialität genau das Richtige: Fürst-Pückler-Halbgefrorenes. Und wo könnte man die süße Leckerei besser genießen, als bei einem Blick in die Natur? Das Parkcafé am Rand des Spreeauenparks war daher der perfekte Ort für eine Pause. Dabei machte der schön dekorierte Teller mit dem Klassiker aus Erdbeer-, Vanille- und Schokoladenparfait nicht nur was fürs Auge her. Die Schichten zergingen auch förmlich auf der Zunge. Übrigens: Auch wenn Fürst Hermann von Pückler-Muskau dem Halbgefrorenen den Namen gab – erfunden wurde es von dessen Koch Louis Ferdinand Jungius.

Blick auf das Parkcafé am Spreeauenpark in Cottbus
Blick aus dem Parkcafé in den Spreeauenpark in Cottbus
Fürst Pückler Halbgefrorenes im Parkcafé in Cottbus

Gut gestärkt kannst du nach dem Eis-Genuss den Fürstlichen Park Branitz durchwandern. Nicht weit vom Parkcafé überquerst du die Straße und tauchst direkt ein in die Natur. Wunderschön angelegt, lädt der Landschaftspark zum Bummeln ein. Überrascht habe ich dort schon nach kurzer Strecke festgestellt: Es gibt nicht nur in Ägypten Pyramiden. Auch im Park Branitz kannst du zwei bewundern. In der Seepyramide befindet sich die Grabstätte von Fürst Pückler und seiner Frau.

zwei Ansichten des Fürstlichen Parks Branitz in Cottbus
See im Branitzer Park mit Blick auf die Seepyramide
Seepyramide im Branitzer Park in Cottbus
Pyramide im Park Branitz mit dem Grabmal auf einer Insel davor
Erdpyramide im Park Branitz in Cottbus

Der Branitzer Park steht übrigens als Gartendenkmal auf der Denkmalsliste des Landes Brandenburg. Außerdem läuft der Antrag, ihn in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbe aufnehmen zu lassen. Gestaltet ist er nach dem Vorbild englischer Landschaftsgärten. Was ich besonders interessant fand: Im Park gibt es keine geraden Wege, was auch mit den Sichtachsen zu tun hat. Außerdem wurden die Wege alle knapp unterhalb der Rasenflächen angelegt, sodass diese auf eine größere Entfernung überhaupt nicht erkennbar sind – und damit auch nicht den optischen Eindruck dieses Parks stören können.

Weg zu einer Brücke im Park Branitz
Grünflächen und Flüssschen im Park Branitz
Weg durch den Branitzer Park in Cottbus
unterwegs im Park Branitz

Direkt um das Schloss herum hatte Fürst Pückler den Pleasureground anlegen lassen. Anders als der übrige Park Branitz war dieser nur für die Familie und ihre Gäste zugänglich. Heute dagegen gibt es auf dem gesamten Gelände regelmäßig Veranstaltungen wie zum Beispiel das Gartenfestival oder die Park-Weihnacht. Der neue Spielplan des Staatstheaters Cottbus wird ebenfalls im Branitzer Park präsentiert.
Besichtigen kannst du natürlich auch das Schloss und das Besucherzentrum. Außerdem kannst du Gondelfahrten über die Wasserlandschaften im Park buchen oder dich an festen Terminen mit der Kutsche durch den Park Branitz fahren lassen.

Blick auf das Schloss Branitz und der Eingangsbereich des Schlosses
Modell eines Heißluftballons vor dem Besichtigungszentrum am Schloss Branitz
Wasserlandschaften im Park Branitz
alter Baumversetzer im Park von Schloss Branitz
kleine Insel im Branitzer Park in Cottbus mit Häuschen für Enten
Bänke aufgebaut vor Schloss Branitz für Zuhörer mit Seerosenteich im Hintergrund

Dem OstSee beim Entstehen zusehen

Ähnlich wie in meiner Heimat im Rheinland war auch in Cottbus und Umgebung der Braunkohleabbau lange Zeit fester Bestandteil des Lebens. Inzwischen ist der ehemalige Tagebau jedoch verfüllt und ein Naherholungsgebiet wird entstehen. Zwar kleiner als das gleichnamige Meer, aber dennoch soll der OstSee in ein paar Jahren zahlreiche Besucher anziehen. Ein erstes Holzboot weist schon auf die geplante Nutzung hin. Denn künftig sollen neben Badegästen auch Bootsfahrer den See bevölkern. Außerdem wirst du ihn zu Fuß oder mit dem Fahrrad umrunden können.

Holzboot an der Fläche des entstehenden OstSees in Cottbus

Spannend wird es aber erst einmal sein, die Veränderung des Gebiets zu beobachten. In Kürze beginnt nämlich die Flutung. Wer heute die große Fläche sieht, kann sich noch kaum vorstellen, wie sie als See aussehen wird. Doch das sollte sich bald ändern und der Pegel wird nach und nach ansteigen. Ideal also für alle, die regelmäßig einen Blick darauf werfen können, um später als Zeitzeugen über den Wandel der Landschaft zu berichten.

Serviceinfo

Spremberger Turm
Der Spremberger Turm ist täglich ab 10.00 Uhr geöffnet. Von Montag bis Mittwoch und im Januar während der gesamten Woche schließt er um 18.00 Uhr. Von Donnerstag bis Sonntag und in den übrigen Monaten des Jahres ist er bis 20.00 Uhr offen. Der Eintritt kostet für Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren 2 Euro (Stand 2018).
https://www.sprembergerturm.de/

Brandenburgisches Apothekenmuseum
Das Brandenburgische Apothekenmuseum kannst du nur mit einer Führung besichtigen. Dazu meldest du dich am besten vorab telefonisch an. Die Besichtigung mit Führung kostet 5 Euro bzw. 6 Euro mit Verkostung eines Kräuterlikörs (Stand 2018). Tee, Kräuter, den Likör und einen Duft kannst du dienstags bis freitags zwischen 10.00 Uhr und 17.00 Uhr direkt im Museum kaufen. Dabei bekommst du gleich einen ersten Eindruck der historischen Apotheken. Denn der Verkaufsraum ist der Offizin der ehemaligen Löwen-Apotheke Cottbus.
https://www.brandenburgisches-apothekenmuseum.de/

Parkcafé am Spreeauenpark
Geöffnet ist das Parkcafé am Spreeauenpark von April bis Oktober donnerstags bis sonntags zwischen 11.00 Uhr und 19.00 Uhr. Von dort kannst du während des Essens in den Spreeauenpark schauen. Für die Anreise nutzt du die Pücklerlinie oder die Parkeisenbahn. Kommst du mit dem Auto, findest du in kurzer Laufdistanz einen großen Parkplatz am Tierpark.

Branitzer Park
Der Park Branitz ist heute frei zugänglich. Wenn du ihn bei einer Kutschfahrt erkunden willst, kannst du zwischen April und Oktober an festen Terminen deine Wunschuhrzeit buchen. Pro Kutsche mit maximal vier Personen kostet das Vergnügen 111,00 Euro. Soll die Kutschfahrt an deinem Wunschtermin stattfinden, beträgt der Preis ab 315,00 Euro (Stand 2018). Buchbar ist das Ganze über den CMT Cottbus Service.

Buchen kannst du außerdem während des ganzen Jahres Gondelfahrten durch die Wasserlandschaften im Branitzer Park. Auch Fahrten mit bestimmten Themen wie zum Beispiel mit „fürstlicher Begleitung“ werden angeboten. Willst du nicht fest buchen, kannst du zwischen März und Oktober dein Glück auf eine Möglichkeit zum individuellen Zusteigen am ersten Sonntag eines Monats stündlich zwischen 11.00 Uhr und 16.00 Uhr versuchen. Treffpunkt ist der Hardenberggarten in der Nähe der Gärtnerei. Der Preis für eine Gondelfahrt beträgt bei weniger als sieben Personen pauschal 65,00 Euro. Ab sieben Personen werden 9,50 Euro pro Person fällig (Stand 2018).

Ich wünsche dir allzeit schöne Reiseerlebnisse

Warst du schon mal in Cottbus? Was hat dir in der Stadt am besten gefallen? Und welche Sehenswürdigkeiten empfiehlst du für einen Besuch? Ich freue mich auf deine Tipps und Erlebnisse in den Kommentaren.

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Die Tour durch Cottbus habe ich mit Unterstützung der CMT Cottbus Congress, Messe & Touristik GmbH unternommen. Inhalt und Umfang meines Beitrags bleiben davon jedoch wie immer genauso unbeeinflusst wie meine Meinung.

Vielen Dank für dieses interessante Erlebnis.

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(Werbung) Nicht weit entfernt von Berlin ist Cottbus mehr als nur einen Ausflug wert. Was du dort unbedingt unternehmen solltest, erfährst du bei mir im Beitrag. #Cottbus #Reisetipp #Ausflug

Ich bin Martina und für mich zählen Reisen und kulinarische Genüsse zu den schönsten Dingen der Welt. Hier auf Places and Pleasure teile ich mit euch meine Erlebnisse und Erfahrungen rund ums Reisen. Außerdem erfahrt ihr gute Adressen und lernt leckere und interessante Produkte kennen.

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