Radreise auf dem Altmühltalradweg: In 6 Tagen von Rothenburg ob der Tauber nach Regensburg


Bäume spiegeln sich im Fluss Altmühl
Eine idyllische Landschaft mit hübschen, gepflegten Dörfern dazwischen, Städte mit mittelalterlichem Flair und dazu Kulinarik vom Feinsten. Das klingt schon fast zu schön, um wahr zu sein. Doch erleben lässt sich all das tatsächlich auf einer einzigen Tour: auf einer knapp einwöchigen Radreise auf dem Altmühltalradweg. Entspannt führt die Reise von Rothenburg ob der Tauber nach Regensburg. Unterwegs gibt es viel zu entdecken. Und wer mag, findet auch immer wieder einen Badeplatz für ein wenig Abkühlung zwischendurch.

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Rothenburg ob der Tauber: Einmal zurück ins Mittelalter bitte

Bevor es aufs Fahrrad ging, haben wir erst einmal die Gelegenheit für einen Stadtrundgang durch das mittelalterliche Rothenburg ob der Tauber genutzt. Gleich nach unserer Ankunft am Nachmittag zogen wir los. Durch das Rödertor erreichten wir die Altstadt – oder besser: über den Fußweg daneben. Denn dieses Stadttor ist als gesamte Anlage mit Zoll- und Wachhäuschen sowie Vortor erhalten. Der Weg hindurch ist so schmal, dass neben den Autos kein Platz für Fußgänger bliebe.

Blick auf das Rödertor in Rothenburg ob der Tauber
Schild mit Erklärungen zum Rödertor in Rothenburg und Fußgängerhinweis

Vorbei an den ersten hübschen Fachwerkhäusern ging es Richtung Röderbogen und Markusturm, wo wir das erste Storchennest auf unserer Radreise entdeckten. Bald dahinter kamen wir zum Marktplatz und konnten uns kaum sattsehen an den schönen Gebäuden. Klar, dass auch noch ein Abstecher zum Plönlein mit dem Siebersturm sein musste. Auch einige interessante Museen hat die Stadt zu bieten. Für ihren Besuch war die Zeit aber leider zu knapp.

Blick auf Fachwerkhäuser in Rothenburg, den Röderbogen und den Markusturm mit einem Storchennest
Plönlein in Rothenburg
Fachwerkhäuser am Marktplatz in Rothenburg ob der Tauber

Als gelungenen Abschluss des Tages haben wir uns schließlich der Nachtwächterführung angeschlossen. Launig führte uns Hans Georg Baumgartner als Nachtwächter nicht nur durch die Straßen der Stadt, sondern nahm uns mit seinen Geschichten auch mit ins Mittelalter. Wusstest du, dass die Torschlusspanik ihren Ursprung in der damaligen Zeit hat? Wer damals nicht vor Schließung der Stadttore zurück in die Stadt gekommen war, musste entweder vor den Toren der sicheren Stadtmauer übernachten oder eine Strafgebühr zahlen. Danach erst wurde er durch ein kleines seitliches Tor hineingelassen. Im Burgtor konnten wir ein solches bewundern und anschließend einen wunderbaren Blick über das Taubertal genießen.

das angestrahlte Burgtor von Rothenburg in der Abenddämmerung
Blick von Rothenburg über das abendliche Taubertal

Von Rothenburg nach Herrieden: 1. Etappe der Radreise auf dem Altmühltalradweg

Am nächsten Morgen starteten wir dann zu unserer Radreise auf dem Altmühltalradweg. Startpunkt war praktischerweise gleich gegenüber unseres Hotels. Über 55 Kilometer führte unser Weg von Rothenburg nach Herrieden. Ein erstes kurzes Stück ging es vorbei an Feldern und Wiesen neben der Straße entlang. Bald hinter dem nächsten Ort erreichten wir schließlich die steilste Steigung auf der gesamten Tour. Hier war Schieben angesagt. Nach einer kurzen Verschnaufpause an einer Wasserpumpe fuhren wir dann zügig weiter in Richtung Frankenhöhe. Ein wenig Abkühlung fanden wir dort auf dem Weg durch den Wald.

Radreise auf dem Altmühltalradweg
Wiesen und Wälder bei Rothenburg ob der Tauber
Hinweisschild an der Frankenhöhe

Im weiteren Verlauf wechselten sich kleine Ortschaften mit blumengeschmückten Fachwerkhäusern und Wege entlang der Felder ab. Zwischendurch erreichten wir den Hornauer Weiher. Mit seinen Quellbächen gilt er als Ursprung der Altmühl. Ein Grillplatz mit Bänken an seinem Ufer lud ein zur Rast. Als nächstes markantes Gebäude kam danach die Burg Colmberg in unser Blickfeld. Ursprünglich war sie im Besitz der Hohenzollern, bevor sie mehrfach den Besitzer wechselte. Heute beherbergt sie ein Hotel mit Restaurant. Für uns ging es nach einer Rast in einem Gasthof im Ort weiter entlang der noch kleinen mit Seerosen bedeckten Altmühl.

typisches fränkisches Dorf mit Kirche und Fachwerkhäusern
Hornauer Weiher beim Ursprung der Altmühl
Weiher mit der Burg Colmberg im Hintergrund

Einige Zeit später erreichten wir dann unser Tagesziel in Herrieden. Durch das Storchentor radelten wir hinein ins Städtchen. Der Name Storchentor ist hier übrigens Programm. Denn Herrieden ist nicht nur einer der ältesten Orte in Franken. Die Stadt ist auch bekannt für ihre Störche. Auf dem Dach der Stiftsbasilika und den umliegenden Dächern habe ich bei unserem abendlichen Spaziergang tatsächlich 21 von ihnen gezählt.

Storchentor in Herrieden
Rathaus von Herrieden
Störche auf der Stiftsbasilika in Herrieden

Von Herrieden nach Treuchtlingen: Wenn der Weg zur Herausforderung wird

Der zweite Tag unserer Radreise auf dem Altmühltalradweg sollte die größte Herausforderung für uns werden. Gut, dass wir davon beim Start in Herrieden noch keine Vorstellung hatten. Zunächst einmal radelten wir also gemütlich vorbei an der Altmühl, freuten uns wieder über die Seerosen darauf und kamen durch hübsche Dörfer. In Ornbau, der fünftkleinsten Stadt Bayerns, erreichten wir das Fränkische Seenland. Langsam aber sicher wurde hier aus dem Flüsschen Altmühl ein Fluss.

Seerosen auf der Altmühl
Altmühlbrücke mit Stadttor in Ornbau
Blick zurück auf die Altmühl und Ornbau

Kurz vor Gunzenhausen lag schließlich der künstlich geschaffene Altmühlsee vor uns. Gleich am Anfang führt ein Weg auf die Vogelinsel. Mehr als 200 Vogelarten finden im Naturschutzgebiet Brut- und Rastplätze. Ein Rundweg und ein Beobachtungsturm bieten Besuchern die Gelegenheit, die Tiere zu beobachten. Der übrige Teil des Altmühlsees wird zum Baden, Segeln und Surfen genutzt. Im Sommer verkehrt dort sogar ein Ausflugsschiff.

am Übergang zur Vogelinsel im Altmühlsee
Schwanenfamilie auf der Altmühl
Segelboote auf dem Altmühlsee

Ab Gunzenhausen hieß es dann durchhalten auf der insgesamt 53 Kilometer langen Etappe nach Treuchtlingen. Denn statt abwechslungsreicher Landschaft radelten wir fast nur noch zwischen Getreidefeldern und an einem Bahndamm entlang. Kaum ein Baum spendete Schatten bei mehr als 30 Grad und praller Sonne. Entsprechend glücklich waren wir, als wir die ersten Häuser von Treuchtlingen entdeckten. Dort stürzten wir uns sofort auf den Kiosk am Minigolfplatz und bestellten das ersehnte kühle Getränk. Für den Abend war dann Entspannung angesagt.

Blick auf das Stadtschloss von Treuchtlingen

Von Treuchtlingen nach Eichstätt: Landschaft zum Genießen

Erwartungsvoll starteten wir am nächsten Morgen zur nächsten 53-Kilometer-Etappe. Denn ab Treuchtlingen sollte das Altmühltal richtig idyllisch werden. So jedenfalls hatte der freundliche Hotelier es uns gesagt. Und tatsächlich hatten wir heute einen landschaftlich schönen Teil vor uns. Das erste Teilstück zwischen saftigen Wiesen und unter Schatten spendenden Bäumen hindurch lies schon etwas davon erahnen.

Fahrrad auf dem Altmühltalradweg

Das erste größere Städtchen, das wir erreichten, war Pappenheim. Wem jetzt gleich der Spruch „Ich kenne doch meine Pappenheimer“ einfällt, liegt genau richtig. Denn Schillers Wallenstein äußerte sich damit anerkennend zu der Unterstützung, die ein Trupp Soldaten aus Pappenheim im Altmühltal ihm anboten. Mit der Burg, dem alten und dem neuen Schloss sowie der Weidenkirche bietet die Stadt auch ein paar Highlights. Zu besichtigen sind die beiden Schlösser allerdings leider nicht.

Blick auf die Burg Pappenheim
Neues Schloss in Pappenheim im Altmühltal
Weidenkirche in Pappenheim im Altmühltal

Ein weiterer Hingucker wartete hinter Solnhofen auf uns: die Zwölf Apostel. Dabei handelt es sich um Felsformationen, die zwischen den grünen Hängen herausschauen. Auch im weiteren Verlauf des Altmühltalradweges begleiteten uns diese Jurafelsen. So ragt bei Dollnstein der Burgstein mit seinem Gipfelkreuz steil hinauf.

die Jurafelsen der Zwölf Apostel im Altmühltal
der Burgstein vor Dollnstein mit seinem Gipfelkreuz
Blick auf die Altmühl bei Dollnstein und ein idyllisches Dorf

Am Nachmittag erreichten wir schließlich Eichstätt. Schon von weitem sichtbar: die Willibaldsburg, die hoch über der Stadt thront. Sehr hübsch ist die Innenstadt mit ihren gepflegten Häusern rund um den Markt und der imposanten fürstbischöflichen Residenz. Sehr sehenswert ist auch der Dom, in den uns am Abend noch mal ein Konzert mit Musik von Händel lockte.

Willibaldsburg hoch über der Altmühl und Eichstätt
Fürstbischöfliche Residenz Eichstätt
Mariensäule in Eichstätt
Dom zu Eichstätt

Von Eichstätt nach Riedenburg: Auf zur längsten Etappe

Von Eichstätt ging es am nächsten Tag schließlich auf die längste Etappe unserer Radreise auf dem Altmühltalradweg. Über 73 Kilometer fuhren wir durch die landschaftlich schöne Gegend Richtung Riedenburg. Wir überquerten die Autobahn und die Schnellbahntrasse, über die wir sonst auf dem Weg von Berlin in den Süden oder umgekehrt fahren. Und schließlich erreichten wir das schöne Städtchen Beilngries mit seinen hübschen Häusern und der Kirche St. Walburga.

Ortskern von Beilngries
Kirche St. Walburga in Beilngries

Der Altmühl in ihrem ursprünglichen Lauf folgten wir dann noch einige Kilometer bis Dietfurt. Bekannt ist die kleine Stadt auch als Chinesenstadt. Diesen Beinamen hat sie, seit ein Kämmerer aus Eichstätt im 18. Jahrhundert dort erfolglos versuchte, Steuern einzutreiben. Seinem Bischof soll er dazu kommentiert haben: „Die Dietfurter kommen mir vor wie Chinesen, die sich hinter der Mauer verschanzen.“ In Erinnerung daran feiert Dietfurt an Weiberfastnacht den Chinesenfasching. Auch einen Chinesenbrunnen gibt es im Ort.

Dietfurt mit seinem Chinesenbrunnen

Ab Dietfurt führte uns der Weg weiter am Main-Donau-Kanal entlang, in dem die Altmühl verschwindet – oder den sie in künstlich angelegten Biotopen begleitet. Kurz vor Riedenburg überqueren wir schließlich die Schleuse. Froh sind wir, als wir hier unser Ziel erreichen. Denn der erste und einzige Regen während unserer Radreise auf dem Altmühltalradweg kündigt mit dicken Tropfen ein Gewitter an. Immerhin beruhigte sich das Wetter bald wieder, sodass wir auf einem kurzen Spaziergang das Städtchen erkunden konnten.

Enten auf der Altmühl vor Riedenburg
Schiff auf der Altmühl vor Riedenburg
Marktplatz von Riedenburg
Blick zurück auf Riedenburg mit der oberhalb gelegenen Rosenburg

Von Riedenburg nach Regensburg: Von der Altmühl an die Donau

Noch einmal schwangen wir uns am Morgen in Riedenburg auf unsere Räder. Über 53 Kilometer führte uns die letzte Etappe unserer Radreise nach Regensburg. Um möglichst früh dort anzukommen, verzichteten wir darauf, bis Kelheim mit dem Schiff zu fahren. Stattdessen entschieden wir, die gesamte Strecke zu radeln. Gleich hinter Riedenburg zeigte sich das Altmühltal noch einmal von seiner schönsten Seite. Die Bäume spiegelten sich wunderschön im Fluss. Hoch oben auf einem Felsen entdeckten wir die Burg Prunn und auch auf der anderen Uferseite waren wieder schroffe Jurafelsen zu sehen. Schon weitem weckte dann eine besondere Brücke unsere Aufmerksamkeit. Wie ein Wurm windet sich nämlich bei Essing die Holzbrücke Tatzelwurm über den Kanal.

Bäume spiegeln sich in der Altmühl hinter Riedenburg
Burg Prunn hoch über dem Altmühltal
Jurafelsen am Ufer der Altmühl
Holzbrücke Tatzelwurm überquert den Main-Donau-Kanal

Bald danach erreichten wir die Schleuse Kelheim, wo der Mail-Donau-Kanal deutlich breiter wird. Ab Kelheim folgten wir schließlich dem Donau-Radweg – allerdings nicht, ohne noch mal einen Blick auf das schöne Städtchen Kelheim und auf die Befreiungshalle zu werfen. Weithin sichtbar erinnert sie auf dem Michelsberg an die Napoleonischen Befreiungskriege. Bis Regensburg führte unser der Weg dann weiter durch hübsche Städtchen und Dörfer.

die Schleuse bei Kelheim
Befreiungshalle oberhalb von Kelheim
Blick auf Kelheim auf der gegenüberliegenden Seite der Donau

Regensburg: Noch einmal Mittelalter und bayrische Schmankerl

Regensburg näherten wir uns schließlich über den Donaupark. Schon in diesem ruhigen Teil präsentierte sich die Stadt von einer sehr schönen Seite. Vollends begeistert waren wir dann, als wir die Altstadt erreichten.

Begonnen haben wir unseren Aufenthalt in Regensburg aber mit dem kulinarischen Teil. Bewusst hatten wir nämlich auf eine Mittagsrast verzichtet. Denn wir wollten unbedingt die Historische Wurstkuchl testen. In dieser Bratwurststube in direkter Nähe zu Donau und Steinerner Brücke werden seit 500 Jahren hausgemachte Bratwürste serviert. Stilecht orderten wir sie mit Sauerkraut und Senf.

Historische Wurstkuchl in Regensburg
Würstl mit Sauerkraut in der Historischen Wurstkuchl in Regensburg

Gut gestärkt starteten wir danach unseren Stadtrundgang von der Steinernen Brücke mit Ausblick über die Donau und die Schiffe hin zum Regensburger Dom und über die vielen hübschen Plätze und schmalen Gassen. Schnell war uns klar, dass die Zeit nicht ausreichen würde, hier alles in Ruhe anzuschauen.

Brückturm-Museum an der Steinernen Brücke in Regensburg
Schiff auf der Donau in Regensburg
Dom in Regensburg
Gassen im Zentrum von Regensburg

Immerhin schafften wir es aber noch, am Abend einem Tipp von Theresa vom Blog Traveling & other Stories zu folgen. Gemütlich haben wir nämlich unseren Aufenthalt im Biergarten der Kreuzschänke ausklingen lassen. Diesen Gasthof werde ich mir in jedem Fall merken. Denn die vielen von uns noch unentdeckten Highlights von Regensburg wollen wir ganz sicher mal bei einem zweiten Aufenthalt dort erkunden.

Biergarten der Kreuzschänke in Regensburg
Sommerliches Wiener Schnitzel in der Kreuzschänke in Regensburg

Serviceinfo: Radreise auf dem Altmühltalradweg

Infos zum Veranstalter und zur Organisation

Gebucht hatte ich die Tour auf dem Altmühltalradweg über OÖ Touristik, da wir mit dem Veranstalter vor einigen Jahren schon einmal gute Erfahrungen bei unserer Radreise auf dem Donau-Radweg gemacht haben. Verantwortlich vor Ort war diesmal allerdings Velotours, die die Radreise auch direkt anbieten. Im Reisepreis enthalten waren die Teilnahme an der Nachtwächterführung in Rothenburg ob der Tauber und eine Schifffahrt von Riedenburg bis Kelheim. Mitgebucht hatte ich zwei Leih-Fahrräder, die uns in unsere erste Unterkunft gebracht wurden. Bei der Donau-Radtour konnten wir die Räder damals am Fahrradverleih abholen, wo sie auf uns eingestellt wurden. Das hätten wir auch diesmal bevorzugt – genau wie einen besser gepolsterten Sattel und eine weniger hakelige Schaltung. Ansonsten liefen die bestellten 21-Gang-Tourenräder aber prima.

Inklusive bei der Radreise auf dem Altmühltalradweg war der Gepäcktransport von Hotel zu Hotel. Spätestens um 9 Uhr mussten unsere Koffer dafür morgens an einem Sammelpunkt in der Unterkunft bereitstehen. Dort wurden sie von einem Fahrer von Velotours abgeholt und zum nächsten Hotel transportiert. Geklappt hat dies wunderbar. Außer bei unserer letzten Etappe nach Regensburg waren die Koffer jedes Mal schon vor Ort, wenn wir unser Tagesziel erreichten.

Karten und Infomaterial

Bestens ausgerüstet wurden wir außerdem mit Kartenmaterial von bikeline (* – Affiliate-Link) und Komoot. Dazu kam ein Infoheft, in dem noch mal Angaben zur Route, Kontaktdaten und Adressen von Werkstätten aufgelistet waren. Tatsächlich funktionierte der Service von Velotours sehr gut. So lieferte man uns zusammen mit dem Gepäck ein im Hotel vergessenes Handy nach. Und das Problem eines schleifenden Schutzbleches löste die Hald Radscheune in Ornbau im Handumdrehen.

Anreise

Wir haben uns für die Anreise mit der Bahn entschieden. Rothenburg ob der Tauber erreichst du mit zweimal Umsteigen gut über Nürnberg. Von Regensburg führen Fernbahnverbindungen zum Beispiel direkt nach München oder Hamburg. Wir sind auch hier in Nürnberg umgestiegen.

Willst du mit dem eigenen Auto anreisen, kannst du kostenpflichtig in Rothenburg ob der Tauber am Hotel parken. Für 70 Euro pro Person kannst du dir dann beim Reiseveranstalter einen Bustransfer von Regensburg zurück dorthin buchen. Aber Achtung: Dieser Rücktransport findet nur am Freitag, Samstag oder Sonntag statt. Danach solltest du deine Reiseplanung ausrichten oder alternativ nach einer Reisemöglichkeit mit der Bahn schauen.

Meine Hoteltipps für die Radreise auf dem Altmühltalradweg

Auf die Auswahl der Unterkunft hatten wir auf unserer Radreise durch das Altmühltal keinen Einfluss. In welchen Hotels und Gasthöfen wir Station machen sollten, haben wir erst etwa drei Wochen vor Beginn der Tour aus unseren Reiseunterlagen erfahren. Doch wie damals an der Donau war auch diesmal die Wahl durch den Veranstalter wieder gut gelungen. Wir haben uns in allen Hotels sehr wohlgefühlt und können alle Gastgeber weiterempfehlen.

Buchen kannst du jeweils direkt im Hotel oder über die angegebenen Links bei Booking.com (*-Affiliate-Link).

Rothenburg ob der Tauber: Hotel Goldenes Fass
Das Hotel Goldenes Fass (* – Affiliate-Link) erreichst du in knapp zehn Minuten zu Fuß vom Bahnhof. In die Altstadt gehst du gemütlich etwa eine Viertelstunde. Unser Zimmer im Hotel war klein, aber sehr nett eingerichtet – und, bei hohen Außentemperaturen wichtig, klimatisiert. Eine schöne Auswahl gab es am nächsten Morgen auf dem Frühstücksbuffet. Und was wir besonders toll fanden: Aus einem Kühlschrank können die Gäste sich ganztags mit Getränken bedienen. Den Verzehr notierst du ganz unkompliziert selbst und bezahlst bei der Abreise.

Doppelzimmer im Hotel Goldenes Fass in Rothenburg ob der Tauber

Herrieden: Hotel-Restaurant Zur Sonne
Das Hotel-Restaurant Zur Sonne liegt zentral im kleinen Städtchen Herrieden. Unser Zimmer war schön hell und ansprechend eingerichtet. Leider lag es in einem Nebengebäude, sodass wir keinen Zugang zum Getränkekühlschrank hatten. Wir hatten aber Glück, dass das Restaurant wegen einer größeren Gruppe am Ruhetag geöffnet hatte. Gut, dass wir dadurch die hervorragende Küche des Hauses kennenlernen konnten. Überzeugt hat uns auch das Frühstücksbuffet mit hausgemachten Leckereien.

Sülze im Hotel Zur Sonne in Herrieden

Treuchtlingen: Hotel-Gästehaus Stadthof
Das Hotel-Gästehaus Stadthof ist ein ehemaliger Gutshof. Hier konnten wir uns über ein sehr großes Zimmer mit eigener Terrasse freuen. Eine eigene Küche bietet das Haus leider nicht. Dafür gab es aber gleich beim Empfang einige Tipps, wo wir am Abend gut essen könnten. Was der Stadthof jedoch bietet: den schon aus Rothenburg bekannten Getränkekühlschrank. Und auch auf dem Frühstücksbuffet gab es wieder eine schöne Auswahl für jeden Geschmack.

Innenhof im Hotel Stadthof in Treuchtlingen

Eichstätt: Hotel Garni Café Fuchs
Das Hotel Garni Café Fuchs (* – Affiliate-Link) liegt zentral in Eichstätt, fußläufig zum Dom. Unser Zimmer dort war zwar klein, aber schön eingerichtet. Wer per Handy telefonieren will, braucht hier allerdings Glück. Denn das Netz ist schwankungsanfällig. Begeistert hat mich aber die große Kuchenauswahl im Café. Außerdem haben wir auch hier wieder einen Getränkekühlschrank entdeckt. Und auch das Frühstücksbuffet hat uns überzeugt.

Kuchen im Café Fuchs in Eichstätt

Riedenburg: Hotel Zur Post
Das Hotel Zur Post (* – Affiliate-Link) liegt zentral am Marktplatz von Riedenburg. Zur Schiffsanlegestelle sind es zu Fuß nur fünf Minuten. Im sehr verwinkelten Haus hatten wir ein schönes Zimmer im Dachgeschoss. Auch das Essen im gemütlichen Gasthof hat uns überzeugt. Das Gleiche gilt für das Frühstücksbuffet mit seiner großer Auswahl.

Wurstsalat im Hotel Zur Post in Herrieden

Regensburg: Avia Hotel
Das Avia Hotel (* – Affiliate-Link) liegt etwa 20 Minuten entfernt von der Altstadt. In direkter Nähe vom Hotel gibt es aber gute Busverbindungen, mit denen du schnell ins Zentrum gelangst. Die Zimmer sind großzügig genauso wie das Bad. Die Leckereien vom umfangreichen Frühstücksbuffet kannst du bei schönen Wetter auch auf der Terrasse genießen.

Ich wünsche dir allzeit schöne Reiseerlebnisse

Warst du schon mal auf im Altmühltag oder in Regensburg? Was gefällt dir dort besonders gut? Ich freue mich auf deine Erlebnisse und Empfehlungen in den Kommentaren.

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6-tägige Radreise auf dem Altmühltalradweg von Rothenburg ob der Tauber nach Regensburg. Historische Städte, idyllische Landschaft und gemütlich zu fahren. Erfahre mehr über die Tour. #Radtour #Reisetipp #Bayern #Altmühltal

Ich bin Martina und für mich zählen Reisen und kulinarische Genüsse zu den schönsten Dingen der Welt. Hier auf Places and Pleasure teile ich mit euch meine Erlebnisse und Erfahrungen rund ums Reisen. Außerdem erfahrt ihr gute Adressen und lernt leckere und interessante Produkte kennen.

2 KOMMENTARE

  1. Hey Martina,

    Was für ein toller und ausführlicher Artikel mit so vielen Eindrücken.
    Es sieht alles so herrlich beschaulich aus, ich könnte mir gut vorstellen, auch mal so eine Fahrradreise zu unternehmen. 🤗 Ich bin ja eh so gerne mit dem Rad unterwegs und Rothenburg steht schon seit Ewigkeiten auf meiner Liste!

    Ganz liebe Grüße,
    Sabrina

    • Hey Sabrina,
      auf dem Altmühltalradweg geht es tatsächlich herrlich beschaulich zu. Ich kann dir diese Radreise sehr empfehlen. Wir haben die Region als sehr gastfreundlich erlebt und auch die kulinarische Seite ist dort wunderbar. Insgesamt waren so viele Highlights auf der Tour. Da bin ich schon gespannt, was du berichtest, wenn es irgendwann bei dir soweit ist.

      Ganz liebe Grüße
      Martina

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