Reiseziele

Ein Bummel über den Weihnachtsmarkt in Leipzig

Eingang zum Weihnachtsmarkt in Leipzig auf dem Marktplatz


Warum lange warten, bis es wieder heißt: Leipzig erleben? Nachdem die Stadt uns erst vor kurzem so begeistert hat, haben wir uns kurzentschlossen jetzt im Dezember auf den Weg gemacht zum Weihnachtsmarkt in Leipzig. Denn Weihnachtsmärkte liebe ich, seit ich ein Kind war. Der Duft nach gebrannten Mandeln, nach Lebkuchen oder nach Punsch und Glühwein – all das versetzt mich immer wieder in eine herrlich vorweihnachtliche Stimmung. Hier in Berlin ist es deshalb für uns ein schönes Ritual, im Advent einmal die Woche über einen der vielen Weihnachtsmärkte zu bummeln.

Umso neugieriger war ich nun zu sehen, was Leipzig in der Vorweihnachtszeit zu bieten hat. Und gleich vorweg: Ich bin begeistert. Gerne teile ich deshalb mein Erlebnis in der Blogparade von Breitengrad 66.

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Der frühe Vogel auf dem Weihnachtsmarkt

Kaum mit dem Zug in Leipzig angekommen, waren wir gefühlt schon mittendrin auf dem Weihnachtsmarkt. Denn fast die gesamte Fußgängerzone gehört dazu. Auf die ersten Buden stießen wir gleich neben der Nikolaikirche. Und eine Überraschung erlebten wir hier auch. Immerhin waren schon beinahe alle Buden offen und die Betreiber mit ihren Vorbereitungen fertig – und das um kurz vor zehn Uhr. Aus Berlin waren wir solche Öffnungszeiten überhaupt nicht gewöhnt. Das Schöne aber, wir waren um diese Zeit tatsächlich noch fast alleine auf dem Weihnachtsmarkt. Entsprechend entspannt verlief der erste Teil unseres Bummels.

Weihnachtsmarkt vor der Nikolaikirche in Leipzig
Weihnachtsmarktstände auf dem Marktplatz in Leipzig
Krippe mit großen Figuren auf dem Weihnachtsmarkt in Leipzig
große Weihnachtspyramide auf dem Weihnachtsmarkt in Leipzig

Da es uns für einen Glühwein aber noch deutlich zu früh war und auch noch kein Hunger drängte, beschlossen wir, unseren Weihnachtsmarktbesuch in zwei Etappen aufzuteilen. So sorgte ein erster Rundgang morgens für die Orientierung. Nach dem eingeschobenen Einkaufsbummel folgte am Nachmittag der gezielte Besuch einzelner Buden – das dann aber im dichten Gedränge. Denn nicht nur für uns war ein Glühwein wohl obligatorisch. Und auch die Leipziger Lerchen scheinen ein beliebtes Geschenk zu sein. Kein Wunder. Schon im Oktober hatten sie mir sehr gut geschmeckt.

Leipziger Lerche mit Verpackung

Hübsch dekoriert – die Buden auf dem Weihnachtsmarkt in Leipzig

Gleich aufgefallen ist mir auch die hübsche Dekoration vieler Budendächer auf dem Weihnachtsmarkt in Leipzig. Ähnlich schöne Stände kenne ich bisher nur aus Stuttgart. Allerdings liegt mein Besuch auf dem dortigen Weihnachtsmarkt schon viele Jahre zurück. Sehr angetan war ich deshalb, dass ich nun in Leipzig wieder auf derart gestaltete Buden traf. Ob Elch, weihnachtliche Figuren aus dem Erzgebirge oder eine Apfeldekoration – der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt.

Elch als Dekoration auf dem Dach einer Bude auf dem Leipziger Weihnachtsmarkt
weihnachtliche Dekoration auf den Dächern der Stände des Leipziger Weihnachtsmarkts
Nussknacker und Pyramiden auf den Dächern der Buden des Weihnachtsmarkts in Leipzig
Stand mit Apfelpunsch und Apfeldekoration auf dem Leipziger Weihnachtsmarkt

Das Südtiroler Dorf

Etwas völlig Anderes erwartete uns dann, nachdem wir die Fußgängerzone verlassen und den Augustusplatz erreicht hatten. Auf der rechten Seite war ein kleines Südtiroler Dorf aufgebaut. Vor allem das kulinarische Angebot mit herzhaften Speck und Käse aus der Region ließ uns das Wasser im Mund zusammenlaufen. Kurz hatte ich die Hoffnung, dort die Salami kaufen zu können, mit der wir uns bis vor wenigen Jahren am Südtiroler Stand auf dem damaligen Weihnachtsmarkt am Opernpalais in Berlin immer reichlich eingedeckt hatten. Doch leider gab es diese Sorte in Leipzig nun auch nicht.

Südtiroler Dorf auf dem Weihnachtsmarkt in Leipzig

Ein witziges Detail im Südtiroler Dorf sind aber die beiden gemütlichen Partyhütten, die Besucher stundenweise mieten können. Der Blick durchs Fenster machte glatt Lust, das Vergnügen einmal auszuprobieren und darin ein Jausenbrett mit Glühwein aus Südtirol zu genießen. Doch deutlich mehr Spaß dürfte das natürlich in einer größeren Gruppe machen.

Märchenwald und Fahrgeschäfte auf dem Augustusplatz

Einen schönen Abschluss unseres Besuches auf dem Leipziger Weihnachtsmarkt bildete schließlich am frühen Abend der Bummel über den Augustusplatz. Neben zahlreichen Buden mit typischen Leckereien gab es dort auch einige Fahrgeschäfte. Interessant für die ganze Familie ist vor allem das Riesenrad, das einen guten Ausblick über den Weihnachtsmarkt und die Umgebung bietet. Besonders auf ihre Kosten kommen auf dem Platz aber auch die Kinder. Denn zusätzlich zu Karussells speziell für die Kleinen gibt es dort auch einen Märchenwald, wo die Märchen in Schaubildern nachgestellt und von Kindern und Erwachsenen erraten werden können. Spielen, basteln und backen können die Kleinen außerdem in der neuen Wichtelstube am Augustusplatz. Für die Kinderunterhaltung ist hier also bestens gesorgt.

Eingang zum Märchenland auf dem Leipziger Weihnachtsmarkt
Riesenrad auf dem Leipziger Weihnachtsmarkt

Mein Fazit zum Weihnachtsmarkt in Leipzig

Der Weihnachtsmarkt in Leipzig hat mir sehr gut gefallen. Die Atmosphäre dort und auch die schöne Mischung des Angebots fand ich besonders ansprechend. Egal ob Groß oder Klein – hier ist für jeden das Passende dabei. Bestätigt wurde bei dieser Reise auch mein Eindruck aus dem Oktober, wo Leipzig mich schon als Stadt begeistert hat. Schaut es euch an!

Ich wünsche dir allzeit schöne Reiseerlebnisse.

Was sind deine Tipps für tolle Weihnachtsmärkte? Schreib mir dazu in den Kommentaren.

Serviceinfo

Die meisten Stände auf dem Leipziger Weihnachtsmarkt sind 2017 bis zum 22. Dezember geöffnet. Auf dem Marktplatz öffnen sie auch nochmals am 23. Dezember. Los geht es morgens um 10 Uhr. Schluss von Sonntag bis Donnerstag um 21 Uhr, Freitag und Samstag um 22 Uhr.
Konkrete Angaben zu Programm und Händlern findest du auf der Website der Stadt Leipzig.

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Ich bin Martina und für mich zählen Reisen und kulinarische Genüsse zu den schönsten Dingen der Welt. Hier auf Places and Pleasure teile ich mit euch meine Erlebnisse und Erfahrungen rund ums Reisen. Außerdem erfahrt ihr gute Adressen und lernt leckere und interessante Produkte kennen.

3 Kommentare

  1. Christoph

    Hallo Martina,

    ein toller Bericht, interessant und detailreich geschrieben. Den Weihnachtsmarkt in Leipzig wollte ich schon immer mal besuchen. Mal sehen, ob ich es dieses Jahr schaffe.
    Sehr zu empfehlen ist der Advent in den Höfen in Quedlinburg!! Die Innenhöfe sind sehr schön dekoriert und jeder präsentiert sich anders. Das Ambiente der alten Gebäude trägt sein Übrigens dazu, sehr malerisch und gleichzeitig eine Art weihnachtliche Stadtführung!
    Vorher lohnt sich ein Abstecher in das Café in sieben Häusern, einfach klasse!!
    http://www.cafe-roland.de
    http://www.adventsstadt.de/cms/index.php#–Advent-in-den-Hoefen–

    Viel Vergnügen und liebe Grüße
    Christoph (travel_chris)

    • Martina Schäfer

      Hallo Christoph,
      das freut mich sehr, dass dir mein Bericht über den Weihnachtsmarkt in Leipzig gefällt. Ich drücke die Daumen, dass du es dieses Jahr dorthin schaffst. Und auf Fotos via Instagram freue ich mich dann natürlich ganz besonders.
      Quedlinburg wollte ich mir auch schon lange mal ansehen. Die Bilder, die ich bisher gesehen habe, machen richtig neugierig. Gerade zur Adventszeit ist es dann wohl noch schöner. Mal sehen, wann ich es am besten einplanen kann. Vielleicht geht es mir ja wie bei Leipzig: zuerst lange hinwollen und dann in einem Jahr gleich zweimal kurz hintereinander dort sein. Vielen Dank auf jeden Fall auch schon für deinen Café-Tipp. Genuss gehört beim Reisen für mich ja immer dazu.
      Liebe Grüße und eine schöne restliche Adventszeit
      Martina

  2. Pingback: Blogparade: Die schönsten Weihnachtsmärkte

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