Reiseimpfungen: Warum du dich vor Hepatitis auch in Europa schützen solltest


Reiseutensilien und gelber Impfpass
Anzeige / In freundlicher Kooperation mit GlaxoSmithKline Zugegeben: Das Thema Reiseimpfungen habe ich lange Zeit nur mit Fernreisen in Verbindung gebracht. Und dass, obwohl ich durchaus darauf achte, den Termin für die Auffrischung der in Deutschland üblichen Standardimpfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten einzuhalten. Genau solch ein Impftermin bei meinem Hausarzt brachte mir dann aber eine ganz neue Erkenntnis. Denn eigentlich war ich immer davon ausgegangen, dass diese drei Impfungen auch für Reisen in Europa vollkommen ausreichen. Ganz anders sah das allerdings mein Hausarzt – und empfahl mir die Impfungen gegen Hepatitis A und B. Warum erfährst du in meinem Beitrag.

leere Innenseite des gelben Impfausweises

Was ist Hepatitis?

Die Hepatitis ist eine Entzündung der Leber und wird häufig durch eine der verschiedenen Hepatitis-Viren A, B, C, D oder E ausgelöst. Die Krankheiten sind weltweit verbreitet. Das Risiko sich damit anzustecken, besteht vor allem in tropischen Ländern, im Mittelmeerraum und in Osteuropa.

Oft bleibt eine Infektion zunächst einmal unentdeckt, da die Symptome meistens erst einige Wochen nach der Ansteckung auftreten. Außerdem sind sie unspezifisch. So können Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Fieber oder Schmerzen im Oberbauch Anzeichen einer Hepatitis-Infektion sein. Bekannt ist außerdem die umgangssprachlich auch Gelbsucht genannte Gelbfärbung von Haut und Augen, die allerdings nicht bei allen Betroffenen auftritt.

Wissenswertes zu Hepatitis A

Hepatitis-A-Viren werden durch Kontakt- oder Schmierinfektion übertragen. Die Ursache findet sich oft in verunreinigten Speisen oder Getränken, wie z.B. Wasser. Infektionsquellen können zum Beispiel Eiswürfel, Fisch, Meeresfrüchte, Obst, Gemüse oder Salat sein, wenn die Lebensmittel mit virenbelastetem Wasser gewaschen oder zubereitet wurden. In Berührung mit dem Hepatitis-A-Virus kannst du aber auch in Badegewässern wie Seen oder Flüssen kommen.

Besonders hoch ist das Risiko einer Infektion zwar auf Fernreisen in tropische Länder, erhöht ist es jedoch auch im Mittelmeerraum. Wer sich infiziert, muss mit einer Krankheitsdauer von zwei bis vier Wochen rechnen. Dabei heilt die Hepatitis A in den meisten Fällen von selbst aus und wird nicht chronisch. Bei älteren Menschen kommt es allerdings häufiger zu Beschwerden und schwereren Verläufen.

Wissenswertes zu Hepatitis B

Hepatitis B ist eine der häufigsten Infektionskrankheiten weltweit. Anders als die Hepatitis A wird sie über Körperflüssigkeiten – vor allem über Blut und Sperma – übertragen. Zu den Hauptwegen der Infektion zählen ungeschützte sexuelle Kontakte oder auch kosmetische Eingriffe wie Tätowierungen oder Piercings, Wellness-Behandlungen wie Maniküre und Pediküre – wenn es dabei zu kleinen Verletzungen kommt. Genauso zum Risiko können aber medizinische Eingriffe zum Beispiel nach Unfällen werden.

Die Gefahr sich zu infizieren ist in Ländern mit geringen medizinischen und hygienischen Standards besonders hoch. Das Tückische einer Infektion mit Hepatitis B ist, dass sie bei etwa zehn Prozent der betroffenen Erwachsenen einen chronischen Verlauf nimmt. In der Folge können sich daraus schließlich eine Leberzirrhose, Leberkrebs oder auch ein Leberversagen entwickeln.

Die Hepatitisviren C, D und E

Wie die Hepatitis B werden auch die Hepatitisviren C und D durch Blut übertragen. Mit Hepatitis D können sich dabei aber nur Menschen anstecken, die schon mit dem Hepatitis-B-Virus infiziert sind. Denn dieser Virustyp benötigt ein entsprechendes Oberflächenprotein für seine weitere Verbreitung. Bei beiden Hepatitis-Arten besteht ein Risiko eines chronischen Verlaufs mit möglichen schweren Leberschäden als Folge.

Die Hepatitis E wird dagegen wie das Hepatitis-A-Virus durch den Genuss von nicht durchgekochtem Fleisch oder auch in verseuchtem Wasser übertragen. Gefährlich ist diese Infektion vor allem für Menschen mit geschwächtem Immunsystem und Schwangere.

Gesundheit auf Reisen: Wo du dich vorab informieren kannst

Willst du noch mehr wissen zu Risiken oder einer möglichen Ansteckung mit Hepatitis, wendest du dich am besten an deinen Hausarzt. Für mich ist er grundsätzlich fast immer erste Anlaufstelle, wenn es um das Thema Gesundheit auf Reisen geht. Gerade bei spezielleren Fragen oder exotischen Reisezielen habe ich mich aber auch schon bei einem Experten beraten lassen. Diese Spezialisten findest du zum Beispiel in einem Tropeninstitut. Oder du nutzt wie ich eine der Sprechstunden, die oft bei Outdoor-Shops angeboten werden. Gute Erfahrung habe ich hier in Berlin bei Globetrotter und Camp 4 gemacht. Informationen zu Zeiten und Anmeldung findest du auf der jeweiligen Website.

fit for travel: Alles auf einen Blick in der App

Einen guten Überblick über Fragen zur Reisegesundheit und zu wichtigen Reiseimpfungen bekommst du außerdem auf www.fit-for-travel.de oder in der App „fit for travel“. Dort erfährst du auch, welche Impfungen für welche Reiseziele empfohlen werden und in welchem Zeitraum du dich impfen lassen solltest. Und damit du keine deiner notwendigen Impfungen verpasst, kannst du dir Impferinnerungen anlegen und erhältst dann drei Tage vor deinem Termin eine Nachricht.

Screenshot der App fit for travel mit den Inhalten Reiseplanung, Impfungen & Co. sowie Notfall-Tipps

Was mir an „fit for travel“ besonders gut gefällt: Du kannst die App sogar für deine Reiseplanung nutzen. Dazu gibst du zuerst Reiseziel und Reisezeitraum ein. Danach kannst du dir deine individuelle Checkliste mit allen To Do’s anlegen. Dabei wählst du entweder aus den Vorschlägen der App oder notierst deine eigenen Aufgaben.

Screenshot aus den Impfinformationen zu Hepatitis in der App fit for travel

Wie du dich vor Hepatitis schützen kannst

Damit du dich nicht mit Hepatitis infizierst, solltest du auf Reisen ein paar Regeln beachten. Mit Blick auf die Hepatitis A zählt dazu vor allem eine gewisse Vorsicht im Umgang mit Lebensmitteln. Vielleicht hast du schon mal von dem Grundsatz „Peel it, cook, boil it or forget it“ (zu Deutsch: schäl es, koch es, brat es oder vergiss es) gehört. Das heißt also: Du solltest darauf achten, dass dein Essen gut durchgegart und das Obst geschält ist. Zum Zähneputzen nimmst du statt Leitungswasser lieber Wasser in Flaschen aus dem Supermarkt. Und auf ein Bad in unsicheren Gewässern verzichtest du besser. Zum Schutz vor Hepatitis B gilt: Überlege gut, wo du dir ein neues Tattoo stechen lässt und lass dich nicht auf ungeschützte Intimkontakte ein.

Gut schützen kannst du dich gegen Hepatitis A und B außerdem durch Impfungen. Praktisch ist dabei übrigens, dass eine Impfung gegen Hepatitis B auch einer Ansteckung mit Hepatitis D vorbeugt.

Wie funktionieren die Impfungen gegen Hepatitis A und B?

Nach Beratung durch einen Reisemediziner bin ich vor unserer Reise nach Costa Rica gegen Hepatitis A und B geimpft worden. Mein Hausarzt machte mich dann später erst darauf aufmerksam, dass ich deshalb noch mal eine Impfung zur Auffrischung vornehmen lassen sollte. Und dazu riet er mir ausdrücklich, obwohl wir in diesem Jahr nur eine Reise ans Mittelmeer geplant hatten.

Normalerweise genügt gegen Hepatitis A aber eine zweimalige Impfung im Abstand von sechs Monaten. Gegen Hepatitis B sind drei Piekse nötig, wobei der zweite 28 Tage nach der ersten Dosis, der dritte dann nach einem halben Jahr erfolgt. Eine Auffrischung ist danach meistens nicht mehr nötig.

benutzte Spritze und medizinisches Zubehör in Arztpraxis

2 wichtige Fragen rund um Reiseimpfungen

Wann du dich um Impfungen kümmern solltest

Wenn du keine Last-Minute-Reise machst und ausreichend Zeit bis zur Abreise hast, solltest du unbedingt frühzeitig einen ersten Beratungstermin beim Hausarzt oder Experten im Tropeninstitut vereinbaren. So gehst du sicher, dass du rechtzeitig die nötigen Impfungen bekommen hast und den vollen Schutz aufbauen konntest. Bedenken solltest du dabei auch, dass manche Impfungen nur in gewissem Abstand zu anderen Impfungen erfolgen können und dass mitunter mehrere Dosen nötig sind. Mit Blick auf die Hepatitis-A- und B-Impfungen heißt das: Mehr als fünf Wochen vor Reisebeginn sollte der Termin beim Arzt liegen.

Wer zahlt die Reiseimpfungen?

Die meisten Reiseimpfungen übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen nicht. Bei den Impfungen gegen Hepatitis A und B lohnt sich aber die Nachfrage, da manche Krankenkassen diese Schutzimpfung übernehmen. Auch wer aus beruflichen Gründen ins Ausland reist, kann mit der Kostenübernahme der beiden Impfungen durch den Arbeitgeber rechnen.

Ich wünsche dir allzeit schöne Reiseerlebnisse

Was sind deine wichtigsten Tipps zur Reisegesundheit? Und welche Erfahrungen hast du mit dem Thema Impfen und Reisen. Schreib mir gerne dazu in die Kommentare. Ich bin schon sehr gespannt.

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Anzeige / „In freundlicher Kooperation mit GlaxoSmithKline“ Auch auf Reisen ist es wichtig, sich vor möglichen Krankheiten zu schützen. Die richtigen Reiseimpfungen sind dabei besonders wichtig – und zwar nicht nur bei Fernreisen. So ist die Impfung gegen Hepatitis auch bei Reisen ans Mittelmeer und durch Osteuropa eine gute Idee. #Reiseimpfung #Impfung #Reisegesundheit #Hepatitisimpfung #sponsoredbyGSK

Ich bin Martina und für mich zählen Reisen und kulinarische Genüsse zu den schönsten Dingen der Welt. Hier auf Places and Pleasure teile ich mit euch meine Erlebnisse und Erfahrungen rund ums Reisen. Außerdem erfahrt ihr gute Adressen und lernt leckere und interessante Produkte kennen.

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