Großer runder Durchgang im Gradierwerk Bad Sassendorf mit Blick auf den grünen Kurpark.

Bad Sassendorf: 5 Tipps für Wellness und Genuss im Sauerland

Anzeige

Bad Sassendorf – ein Ortsname, der fast schon ein wenig nach Tausendsassa klingt. Tatsächlich ist der idyllische Kurort in Nordrhein-Westfalen genau das. Ob Wellness, Naturgenuss, ein edler Tropfen oder Erlebnisse rund um die Sole – das staatlich anerkannte Moor- und Soleheilbad in der Soester Börde hat viel zu bieten. Was du dort alles unternehmen kannst, erfährst du im Beitrag.

Und wenn du dich jetzt wunderst, warum ich die Gemeinde Bad Sassendorf einmal ins Sauerland und einmal in die Soester Börde verorte. Die Lösung ist ganz einfach: Das Heilbad liegt zwar in der flachen, weiten Bördelandschaft, touristisch zählt es sich aber zum Sauerland.

(*) Affiliate-Link: Wenn du diesem Link im Beitrag folgst und darüber etwas kaufst oder buchst, erhalte ich eine Provision. Für dich ändert sich dadurch aber selbstverständlich nichts am Preis.

1.      Entspannen in der Börde Therme

Mein Tag in Bad Sassendorf startete herrlich entspannt in der Börde Therme. Sie liegt direkt neben dem Kurpark. Ihr Motto lautet „entspannen – genießen – sich wohlfühlen“ – und genau das trifft die Atmosphäre in der Soletherme sehr gut. Die Anlage ist außerdem wunderbar weitläufig, sodass sich gut ein ruhiges Plätzchen finden lässt.

Eingangsbereich der Börde-Therme in Bad Sassendorf mit einer blühenden Blumenwiese und einem Baum im Vordergrund.

Wie überall im Ort spielt das Thema Salz übrigens auch in der Börde-Therme eine wichtige Rolle. Erholung zu jeder Jahreszeit versprechen hier die Meersalzgrotte und die Thermalbecken. Mit ihren 32 Grad sind sie zudem angenehm warm. Gefüllt sind die Becken mit Natursolewasser aus staatlich anerkannten Heilquellen. Dabei schwimmst du im Sole-Schwebebecken durch den Salzgehalt sogar einfach oben. Für Spaß und Entspannung sorgen außerdem der Sprudelpilz und viele Massagedüsen.

Mein absolutes Highlight in der Börde-Therme war aber die vielfältige Saunalandschaft. Da fällt die Entscheidung wirklich schwer, in welcher man zuerst schwitzen möchte. Denn alle sind besonders gestaltet. So findest du zum Beispiel die Gradierwerksauna, die in das benachbarte Gradierwerk integriert ist. Dazu kommen die Siedenhütte, die Kristallsauna, eine Panoramasauna und die Salz-Stollen-Sauna. Wenn du es nicht ganz so heiß magst, warten stattdessen ein Dampfbad oder die Biosauna auf dich.

2.      Sole inhalieren am Gradierwerk

Nach der heißen Sauna hieß es erst mal: tief durchatmen. Als perfekter Ort dafür bot sich das Gradierwerk im Kurpark an. Wie imposant das Bauwerk ist, hatte ich schon in der Gradierwerksauna erahnen können. Im Gesamtüberblick wirkte die 70 Meter lange Anlage dann aber noch gewaltiger. Sie erstreckt sich über zwei Etagen und ist innen begehbar.

Überdachter Holzgang im Gradierwerk Bad Sassendorf mit massiven Holzbalken, Schwarzdornreisig und einem Steg für Besucher.

In früheren Zeiten dienten Gradierwerke der Salzproduktion. In Bad Sassendorf wurde Salzgewinnung bereits im 12. Jahrhundert erwähnt. Ab dem 19. Jahrhundert nutzte man die Sole auch zu Bade- und Heilzwecken. Bis heute rieselt solehaltiges Wasser langsam an den Wänden aus Schwarzdornästen entlang und sorgt so für eine leicht salzige Luft in der direkten Umgebung. Herrlich, sich hier auf einer Bank die Lungen mal richtig durchpusten zu lassen. Da fühle ich mich beinahe wie am Meer.

Seitenansicht des Gradierwerks in Bad Sassendorf mit Schwarzdornreisig, massiven Holzstützen und einer hölzernen Dachkonstruktion.

3.      Whisky mit besonderer Geschmacksnote probieren

Mein persönlicher Überraschungsmoment in Bad Sassendorf erwartete mich aber in der obersten Etage des Gradierwerks. Denn dort unter dem Dach lagerten zwei ehemalige Bourbonfässer. Unter dem Namen Salty Raven Single Malt reift darin über drei oder fünf Jahre ein Whisky der Sauerländer Edelbrennerei. Seine besondere Geschmacksnote erhält er durch die solehaltige Luft, das besondere Mikroklima und die Temperaturschwankungen in der Anlage.

Nicht nehmen lassen konnte ich mir direkt vor Ort natürlich eine kleine Kostprobe des edlen Getränks. Der Kenner nannte den edlen Tropfen charaktervoll. Mir schmeckte er tatsächlich gut, obwohl ich sonst fast nie Whisky trinke. Aber da der Salty Raven Single Malt mit 63,5 %-Volumen glänzt, blieb es natürlich bei einem kleinen Schluck. Kaufen kannst du den besonderen Whisky übrigens in der Gäste-Information oder direkt in der Brennerei.

4.      Bummeln im Kurpark

Nach Entspannung am Morgen und dem folgenden hochprozentigen Getränk durfte es dann aber auch mal ein wenig Bewegung sein. Was lag da näher als ein Spaziergang im Kurpark? Doch wer jetzt denkt: Boah, ist das langweilig – der liegt absolut falsch. Denn im Park gibt es vieles zu entdecken. Die Wege führen vorbei an Wasserläufen, alten Bäumen und farbenfrohen Blumenarrangements. Ein echter Hingucker sind zum Beispiel die Rhododendren und der Rosengarten. Interessant fand ich auch die unterwegs platzierten Kunstobjekte.

Außerdem bietet der Bad Sassendorfer Kurpark einiges an Unterhaltung. So kannst du deine Sinne auf dem Barfußpfad schärfen und dich im Bewegungspark mit Niedrigseilgarten ausprobieren. Oder du spielst eine Runde Adventuregolf. Danach schmecken Kaffee und Kuchen in einem der Cafés gleich doppelt gut.

Barfußpfad im Kurpark Bad Sassendorf mit verschiedenen Bodenbelägen aus Holzscheiben, Kieselsteinen und Rindenmulch.

5.      Seife herstellen in den Westfälischen Salzwelten

Am Nachmittag ging es für mich in die Westfälischen Salzwelten im Hof Haulle. Vor einem Gang durch das Museum stand dort für mich zuerst mal ein Workshop auf dem Programm. Da ich mich für die Seifenherstellung entschieden hatte, hieß es aber: Safety first – also Kittel überziehen, Handschuhe überstreifen und Schutzbrille aufsetzen. Was dann folgte, erinnerte mich – im positiven Sinne – ein wenig an Experimente im Chemieunterricht zu Schulzeiten.  

Damit aus Ölen, Fetten und Natronlauge die gewünschte Seifenbasis wird, müssen diese Zutaten erst mal genau abgewogen werden. Danach gilt es, sie langsam miteinander zu verrühren. Interessant zu sehen, wie sich die Konsistenz dabei nach und nach verändert. Ist die Masse cremig, folgt die individuelle Note. Denn dann kannst du Farben und Düfte beimischen. Ich habe mich für ein Orange und den entsprechenden Duft entschieden. Und für den Peeling-Effekt gab es von mir noch eine Prise Kaffee dazu. Jetzt kann ich es kaum erwarten, meine Seifenkreation im Bad zuhause zu testen.

Genauso spannend wie der Workshop war anschließend der Museumsrundgang. Im Erlebnismuseum wartet sogar ein Salzthron auf dich. Vor allem gehst du in der Ausstellung aber auf Entdeckungsreise rund um das sogenannte „weiße Gold“ und seine Geschichte. Dazu gehören nicht nur die Salzentstehung oder die lange Siedetradition im Sälzerdorf Bad Sassendorf. Du erfährst auch mehr zur Nutzung und zur Gesundheit sowie der Wirkung auf den menschlichen Körper. Was mir besonders gefallen hat, waren die Mitmachmöglichkeiten. Da fühlte ich mich gleich im Entdeckermodus.

Übernachten in Bad Sassendorf: Hotel Schnitterhof

Das 4-Sterne-Hotel Schnitterhof in Bad Sassendorf befindet sich in einem historischen Fachwerkhaus. Es trägt als einziges Hotel im Kreis Soest das GreenSign-Siegel und liegt ruhig, direkt am Kurpark. Übernachten kannst du als Gast in modernen, neu gestalteten Zimmern in fünf Kategorien. Kulinarisch wirst du nicht nur zum Frühstück im Restaurant des Hauses bestens bedient. Wer Lust auf Wellness hat, kann sich außerdem eine Massage buchen oder in Pool und Sauna entspannen.

Anreise: So kommst du nach Bad Sassendorf

Mit dem Auto fährst du entweder über die A 44 bis Soest-Ost/Bad Sassendorf oder über die A 2 bis Wiedenbrück und dann über die B 1 direkt nach Bad Sassendorf. Dort findest du kostenlose Parkplätze bei der Börde-Therme oder an den Westfälischen Salzwelten.

Mit der Bahn kommst du mit der RB89 nach Bad Sassendorf. Die nächsten ICE- oder IC-Bahnhöfe sind Soest, Lippstadt, Hamm oder Münster.

Was du sonst noch rund um Bad Sassendorf erleben kannst

Nicht weit entfernt von Bad Sassendorf liegt der idyllische Möhnesee. Die gleichnamige Gemeinde im Kreis Soest hat einiges zu bieten. Wenn du auf deinen Reisen gerne sportlich unterwegs bist, bietet sich eine Radtour entlang des Sees an. Oder du wanderst wie ich zum Möhneseeturm und genießt die Aussicht. Wer es gemütlicher mag, kann den Möhnesee aber auch aus einer anderen Perspektive genießen – nämlich bei einer Schiffstour. Besonders spannend ist die kombinierte Fahrt mit Staumauerführung.

Empfehlen kann ich dir außerdem einen Abstecher nach Soest. Das hübsche Städtchen mit den zahlreichen Fachwerkhäusern erkundest du am besten bei einem Spaziergang. Mein Tipp: Besorg dir Tickets für die Menü-Safari. So lernst du beim Stadtrundgang auch die kulinarischen Spezialitäten der Region kennen. Dabei kannst du vorab auch eine vegane oder vegetarische Option buchen.

Ich wünsche dir allzeit schöne Reiseerlebnisse.

Warst du schon mal in Bad Sassendorf oder in der Region Soest? Was hat dir dort am besten gefallen? Welche Erlebnisse oder Sehenswürdigkeiten kannst du empfehlen? Ich freue mich auf deine Tipps und Erlebnisse in den Kommentaren.

Dir hat dieser Beitrag gefallen? Dann freue ich mich, wenn du ihn in den Social Media teilst.

Die Tour durch Bad Sassendorf habe ich mit Unterstützung der Tagungs- und Kongresszentrum Bad Sassendorf GmbH unternommen. Inhalt und Umfang meines Beitrags bleiben davon jedoch wie immer genauso unbeeinflusst wie meine Meinung.
Vielen Dank für dieses interessante Erlebnis.

Pinne diesen Pin auf Pinterest

Pinterest-Collage mit sechs Impressionen aus Bad Sassendorf: Börde-Therme, Meersalzgrotte, Gradierwerk, Kurpark, Altstadt und Genussmoment mit Whiskyglas.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen