Costa Rica – Mit dem Mietwagen von San José zur Karibik

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Hinweisschild am Eingang zum Cahuita-Nationalpark
Wegweiser durch den Cahuita-Nationalpark


Für Selbstfahrer gut geeignet, viel Natur, in Mittel- oder Südamerika – so lauteten die Anforderungen bei unserer eigenen Recherche. Und danach fragten wir auch im Reisebüro. Heraus kam als Reiseziel Costa Rica. Eine zweiwöchige Rundreise mit dem Mietwagen ab San José und in der ersten Etappe an die Karibikküste. Leichte Bedenken, ob Ende Juni – immerhin in der Regenzeit – denn die perfekte Reisezeit sei, zerstreute eine Rückfrage vom Reisebüro bei einem Kontakt vor Ort.

Im Umland von San José – Von Kaffee und Wasserfällen

Nach gut 14 Stunden Flugzeit von Frankfurt mit einem Zwischenstopp in der Dominikanischen Republik waren wir ganz froh, dass am ersten Tag erst einmal ein geführter Tagesausflug auf dem Programm stand. Zusammen mit einer netten Truppe von Touristen aus den USA wurden wir mit einem Kleinbus an unserem Hotel in San José abgeholt und machten uns auf den Weg zur Doka Estate und zu den La Paz Waterfall Gardens. Ganz nebenbei bekamen wir dabei auch einen Eindruck von Costa Ricas Hauptstadt San José, deren Zentrum wir am Ankunftstag nur kurz zu Fuß erkundet hatten.

Martina beim Frühstück auf der Kaffeeplantage
Costa Ricanisches Frühstück auf Doka Estate

Angekommen auf der Kaffeeplantage Doka Estate hieß es erst einmal, sich für die kommenden Erlebnisse des Tages zu stärken. Ein typisches Costa Ricanisches Frühstück wartete auf uns: Schwarze Bohnen, Reis und Rührei. Eigentlich immer für ein süßes Frühstück zu haben, war diese Kombination nicht ganz mein Favourite. Geschmeckt hat es mir aber trotzdem sehr gut. Und in den folgenden zwei Wochen konnte ich mich sogar fast daran gewöhnen.

Bananenstaude auf der Kaffeeplantage
Bananenstaude auf Doka Estate
Kaffeepflanzen auf der Plantage
kleine Kaffeepflanzen auf Doka Estate

Nach der Stärkung starteten wir mit der Führung über die Kaffeeplantage. Spannend zu sehen, welche Schritte der Kaffee zurücklegt, bevor er als leckeres Gebräu bei uns in der Tasse landet. Besonders interessant fand ich, dass der Kaffeestrauch gleichzeitig Blüten sowie reife und unreife Früchte trägt. Wer wollte, konnte sich zum Abschluss im Shop der Doka Estate mit Kaffee und Zubehör eindecken, bevor es schließlich weiter zu den La Paz Waterfall Gardens ging.

Costa Ricas Nationaltier in Waterfall Gardens
Tukane in La Paz Waterfall Gardens

In den Waterfall Gardens gab es dann nicht nur die Wasserfälle zu bestaunen, sondern auch zahlreiche einheimische Tierarten. Was wir zu dem Zeitpunkt aber noch nicht wussten: Trotz des Artenreichtums in Costa Rica sollte es so ziemlich die einzige Gelegenheit bleiben, wo wir während unserer Reise viele dieser Tiere sehen würden. Und was wir auch nicht ahnen konnten: Der anhaltende Tropenregen, der unsere Gruppe gleich am ersten Wasserfall erwischte und dann bis zum Ende des Ausflugs begleitete, würde uns fast die ganzen zwei Wochen erhalten bleiben.

zweiter Wasserfall der Waterfall Gardens
Wasserfall in La Paz Waterfall Gardens
Shuttle von den Wasserfällen zum Haupthaus
Shuttlebus in La Paz Waterfall Gardens

Die ersten Vulkane – typisch für Costa Rica

Blick aus der Guayabo Lodge auf den Turrialba
Der qualmende Turrialba

Am nächsten Tag hieß es: Vulkane wir kommen. Gleich nachdem wir unseren Mietwagen vor dem Hotel übernommen hatten, ging es raus aus San José. Unser erstes Etappenziel war der Irazú. Der höchste Vulkan Costa Ricas schien auf den Fotos im Reiseführer faszinierend. Leider war er am Tag, als wir dort waren, komplett in dichten Wolken verschwunden. Also fuhren wir weiter Richtung Turrialba und hofften, wenigstens von ihm etwas zu sehen. Und tatsächlich zeigte er sich so, wie man sich einen aktiven Vulkan vorstellt: qualmend. Insgesamt war die Fahrt zu unserem Etappenziel, der Guayabo Lodge, ein wunderbarer Einstieg in die Rundreise. Eine schöne Landschaft fast wie in den Alpen, weidende Kühe und dazwischen immer wieder kleine Städtchen und Dörfer gestalteten die Fahrt sehr abwechslungsreich. Schade war nur, dass am Nachmittag wieder der alltägliche Regenguss auf uns wartete, mit dem die Temperaturen dann ziemlich in den Keller gingen.

Gespannt auf die Karibik

Buntes Haus in Cahuita
Cahuita – Häuser im Karibikflair

Ein Blick aus dem Fenster am nächsten Morgen zeigte tiefhängende Wolken und Regen. Kalt war es außerdem. Wie gut, dass wir nun Richtung Karibik fahren sollten. Schließlich ist da immer schönes Wetter, wenn nicht gerade Hurricane-Saison ist. So jedenfalls hatten wir uns das vorgestellt. Ganz so kam es dann aber nicht. Als wir Cahuita erreichten, hatten wir an diesem Tag noch kein bisschen Sonne gesehen. Und auch dort zeigte sich der Himmel in tristem Grau. Doch immerhin war hier der Regen wärmer. So wollten wir uns natürlich auf keinen Fall davon abhalten lassen, gleich den kleinen Ort zu erkunden. Nette bunte Häuschen vermittelten das Karibik-Flair, das wir aus dem Reiseführer kannten. Und leckeres Essen gab es auch. Was will man also mehr.

Faultier im Nationalpark
Faultier im Cahuita-Nationalpark

Am nächsten Tag buchten wir eine Führung durch den Nationalpark. Sicher ist sicher, dachten wir als Costa-Rica-Neulinge. Mit Guide sollten die Chancen doch größer sein, möglichst viel von der einheimischen Tierwelt zu entdecken. Außer einem Faultier hielten sich diese aber leider versteckt. Und so haben wir vor allem eine herrliche Wanderung durch wunderbare Natur genossen. Den Rückweg traten wir dann mit dem Boot zur Bucht von Cahuita an. Wer wollte, fand dabei während eines kurzen Stopps Gelegenheit zum Schnorcheln. Zurück an Land genossen wir noch die letzten Stunden des Tages am Strand, bevor wir am nächsten Tag die Karibik für unsere weiteren Etappenziele im Landesinneren verlassen mussten.

Wer von euch war schon mal an Costa Ricas Karibikküste? Mögt ihr in den Kommentaren erzählen, was ihr dort erlebt habt? Ich freue mich darauf.

5 KOMMENTARE

  1. Hallo Martina! Ein toller Bericht über Costa Rica! Dein Beitrag hier zeigt wunderbar eine der besten Eigenschaften dieses Landes – Vielfältigkeit auf sehr kleinem Raum 🙂

    Wo sonst kann man in gerade mal zwei Wochen so vieles sehen. Regenwälder mit wunderschönen Wasserfällen, unglaubliche Flora und Fauna, Vulkane und Traumstrände. Das ist für mich nach wie vor das beste 🙂

    Schöne Grüße aus Costa Rica
    Dani

    • Hallo Dani,
      ja, Costa Rica ist wirklich traumhaft. Wir waren auch ganz begeistert. Die Natur dort ist herrlich. Vielleicht kommen wir irgendwann einmal wieder, wenn nicht gerade Regenzeit ist. Dann bekommen wir bestimmt noch mal ganz andere Eindrücke.

      Herzliche Grüße nach Costa Rica
      Martina

      • Beide Zeiten haben so ihre Vor- und Nachteile. Die „Regenzeit“ wird ja hier gern als die „Grüne Saison“ bezeichnet. Klar, es regnet nicht zu wenig, dafür zeigt sich die Natur von ihrer interessantesten Seite. Außerdem hat es in der Trockenzeit natürlich auch deutlich mehr Touristen und die Hotels sind teurer.

        Grüße
        Dani

        • Gut zu wissen. Wunderbar grün war die Natur wirklich, als wir in Costa Rica waren. Und das haben wir natürlich sehr genossen. Mehr als eine Reise ist Costa Rica ja in jedem Fall wert 🙂

          Beste Grüße
          Martina

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